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30.000 tote Zivilisten im Irak?
18.07.2004








Am 1. Juli veröffentlichte das New England Journal of Medicine einen Artikel, der sich mit der psychologischen Belastung von US-Soldaten durch ihren Kampfeinsatz im Irak beschäftigt.

Für diese Studie wurden im Dezember 2003 insgesamt 894 Soldaten einer Infanterie-Brigade der US-Army und im Oktober und November 2003 insgesamt 815 US-Marines zweier Bataillone der 1st Marine Expeditionary Force anonym jeweils bei ihrer Rückkehr in die USA befragt. Außerdem wurden 1962 Soldaten einer Infanterie-Brigade der US-Army befragt, die im März 2003 von ihrem Einsatz in Afghanistan zurückkehrten.

Die Ergebnisse der Befragungen zeigen ein katastrophales Verhalten der US-Soldaten gegenüber der Zivilbevölkerung im Irak.

Von den aus Afghanistan zurückgekehrten Soldaten beantworteten 1.961 die Frage, ob sie selbst für den Tod eines Zivilisten verantwortlich waren. Dies wurde von 17 Soldaten, also weniger als einem Prozent, bestätigt.

Von den 894 Mitgliedern der US-Army, die aus dem Irak zurückkehrten, beantworteten 861 diese Frage, 116 davon mit "ja". Dies bedeutet, daß 13,5 Prozent der Soldaten schuld am Tod von Zivilisten waren.

Von den 815 Marines antworteten 794 auf die Frage. Hier bestätigten 219 oder 27,6 Prozent, einen Zivilisten getötet zu haben.

Von 130.000 im Irak stationierten US-Soldaten handelte es sich bei 26.427 um Marines. Überträgt man die von den befragten Soldaten gemachten Angaben auf die Gesamtzahl der US-Soldaten, so ergibt sich die Zahl von 21.276 durch US-Soldaten im Irak getötete Zivilisten. Hinzu kommen jene Zivilisten, die durch US-Soldaten nach dem Ende 2003 begonnenen Truppenaustausch getötet worden sind, jene, die von Soldaten anderer Nationen getötet wurden sowie jene, die nur indirekt durch die US-Invasion, etwa durch Anschläge, explodierte Blindgänger oder andere "Unfälle" ums Leben gekommen sind.

Selbst wenn man nun einrechnet, daß dies nicht mehr die Eroberungsphase des Krieges war - und außer Acht läßt, daß es gerade auch im Jahr 2004 zu schweren Kämpfen zwischen den Besatzern und irakischen Widerstandskämpfern gekommen ist und immer noch kommt - und daher für diese Zeit nur die Hälfte der ersten Zahl hinzurechnet, so ergibt sich doch die Zahl von 30.000 durch die US-Invasion getöteten Zivilisten.





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