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Noch eine Lüge
19.07.2004








Einem Bericht des britischen Observers vom Sonntag zufolge hat sich eine weitere Behauptung im Zusammenhang mit dem US-geführten Angriffskrieg gegen den Irak als Lüge herausgestellt.

Gegenüber der Zeitung gab das Büro des britischen Premierministers Tony Blair zu, daß die bisher behauptete Zahl von 400.000 in Massengräbern im Irak gefundenen Leichen nicht annähernd der Wahrheit entspricht.

Blair hatte in der Vergangenheit mehrfach behauptet, im Irak seien bereits von der durch die US-geführte Invasion gestürzte Regierung Saddam Husseins angelegte und verschuldete Massengräber gefunden worden, in denen sich insgesamt über 400.000 Leichen befanden.

"Wir haben bereits die Überreste von 400.000 Menschen in Massengräbern entdeckt", so Blair am 20. November 2003 in London.

Mit dieser als Tatsache dargestellten und von ihm bei mehreren Gelegenheiten wiederholten Behauptung wurde Blair in zahlreichen Medien und Publikationen zitiert (Adobe Acrobat-Datei).

Wie die Regierung nun zugab, sind in Wahrheit bisher die Überreste von ungefähr 5.000 Menschen in Massengräbern entdeckt worden. Diese Zahl wurde in 55 bisher überprüften von insgesamt 270 möglichen Massengräbern entdeckt.

Sicherlich steht außer Frage, daß Saddam Hussein auch brutal gegen "Feinde" - sein persönliches Empfinden war hier sehr weit gefaßt - innerhalb der eigenen Bevölkerung vorgegangen ist - ebenso wie viele andere Diktatoren. Die Tatsache, daß zum Zeitpunkt der von Blair aufgestellten Behauptung nicht ein mal ein Prozent der von ihm genannten Zahl der gefundenen Leichen tatsächlich gefunden worden war verdeutlicht ein weiteres Mal, daß der Irakkrieg von seiner Vorbereitung bis zum heutigen Tag auf Lügen aufgebaut war und ist.

Wie schon bei anderen aufgedeckten Lügen, die der medialen Vorbereitung des Krieges dienten, hat es bisher nicht den Anschein, als würde sich diese offensichtliche Lüge nachteilig für den britischen Premier auswirken.





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