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Ein schönerer Tod?
21.07.2004








Einem Bericht des New Yorkers vom Montag zufolge erhalten Mitglieder des US-Militärs seit mehreren Jahren kostenlos Schönheitsoperationen, wenn sie dies wünschen.

"Jeder, der eine Uniform trägt, kommt dafür in Frage", sagte Dr. Bob Lyons, Leiter der Abteilung für plastische Chirurgie am Brooke Army Medical Center. Interessenten steht dabei die komplette Palette kosmetischer Operationen von Gesichtsliftings über Nasenkorrekturen, Fettabsaugungen bis hin zu Brustvergrößerungen zur Verfügung.

Der Zahl der "Verschönerungen" sind kaum Grenzen gesetzt, auch wenn Lyons sagte, daß "wir im Militär keine extremen Veränderungen machen." Der kommandierende Offizier muß allerdings der Freistellung des Soldaten für die Zeit der Operation und die anschließende Genesungszeit zustimmen. Diese Zeit wird nicht als Urlaub sondern als medizinische Behandlung bezahlt.

Korvettenkapitän Janis Garcia hatte beispielsweise eine ganze Reihe von Operationen. So erhielt sie eine Nasenkorrektur, eine Kinnkorrektur, eine Kieferrekonstruktion und eine kieferorthopädische Behandlung. Die Ärzte sagten ihr, die Arbeiten hätten sie fast 100.000 US-Dollar gekostet. Tatsächlich hat sie nicht einen Cent gezahlt.

Eine Sprecherin des US-Verteidigungsministeriums bestätigte, daß Soldaten kostenlose Schönheitsoperationen erhalten. Demnach führten Militärärzte zwischen 2000 und 2003 insgesamt 496 Brustvergrößerungen und 1361 Fettabsaugungen an Soldaten und deren Angehörigen durch. In den ersten drei Monaten dieses Jahres wurden 60 Brustvergrößerungen und 231 Fettabsaugungen vorgenommen.

Nach Angaben des Militärs dienen die Operationen weniger den Soldaten sondern vielmehr der Ausbildung der Ärzte, die auf diesem Weg ihre Fähigkeiten in der Wiederherstellungschirurgie verbesserten. Dies wird von Ärzten allerdings angezweifelt. "Wenn die Army Brustvergrößerungen macht, dann übst sie Brustvergrößerungen, Punkt", sagte Dr. Shaun Parson, ein prominenter Schönheitschirurg in Arizona. Seiner Ansicht nach sind kosmetische und Wiederherstellungschirurgie zwei völlig getrennte Fachbegiete.

Offiziell wird der "Bonus" kostenfreier Schönheitsoperationen zwar nicht als Argument bei der Anwerbung neuer Rekruten verwendet, es dürfte allerdings sicher sein, daß nicht wenige eben doch versuchen, sich auf diesem Weg das Geld für die Operationen zu sparen.

Angesichts von bisher schon über 900 im Irak getöteten US-Soldaten ist der Preis allerdings mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit in Wahrheit noch viel höher.





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