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Sauer wegen Billigjob? Da gibt's doch was...
30.07.2004








Wie Reuters am Donnerstag berichtete, hatte eine Mitarbeiterin der Bush-Wahlkampagne eine einfache Lösung für alle zu bieten, die mit ihren "Billig-Jobs" unzufrieden sind: Antidepressiva.

Ein Journalist hatte telephonisch einen Kollegen von Susan Sheybani, eine Mitarbeiterin des Sprechers der Wahlkampagne von George W. Bush, über Arbeitsqualität befragt.

Anscheinend an ihren Kollegen gerichtet sagte sie daraufhin, allerdings auch für den Journalisten am Telephon hörbar: "Warum besorgen sie sich nicht neue Jobs, wenn sie unglücklich sind - oder fangen mit Prozac an?"

Der im Jahr 1987 in den USA zugelassene Medikamentenwirkstoff Fluoxetin, ein Antidepressivum, wurde im darauffolgenden Jahr unter dem Markennamen Prozac in den USA auf den Markt gebracht und hat sich seither in den USA zu einem Synonym für "stimmungsaufhellende Medikamente" entwickelt.

Zwar sagte Sheybani auf ihre Äußerung angesprochen später, daß es sich "nur um einen Scherz" gehandelt habe, ihr Ausspruch könnte aber letztlich geradezu wegweisend für den "westlichen Kapitalismus" sein. Statt wie bisher zumindest den Anschein wahren zu müssen, Rücksicht auf die Bedürfnisse der Arbeiter zu nehmen - was ja in unerträglichem Maße die Unternehmensgewinne schmälert - könnten die Angestellten in Zukunft nicht nur auf Firmenkosten, sondern direkt am Arbeitsplatz ihre tägliche Dosis Antidepressiva erhalten.

Arbeitslose, die beispielsweise durch die "Hartz IV-Reform" in die finanzielle Katastrophe getrieben werden, könnten durch eine verpflichtende Einnahme - bei Verweigerung droht "Leistungsentzug" - ebenfalls wieder in "glückliche Bürger" verwandelt werden.

Letztlich wäre es vermutlich die einfachste Lösung, das Trinkwasser entsprechend "anzureichern".





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