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Immunität für Befehlsgeber
31.07.2004








Ein AP-Bericht vom Freitag zeigt ein weiteres Mal, daß der Wille des US-Militärs, Verbrechen gegen Iraker aufzuklären nur äußerst begrenzt ist.

Dem Bericht zufolge ist drei vorgesetzten Offizieren der vier US-Soldaten, die wegen des Todes von Zaidoun Fadhil vor einem Militärgericht angeklagt sind, für ihre Aussage vor dem Gericht Immunität zugesichert worden.

Fadhil war am 3. Januar zusammen mit seinem Cousin von US-Soldaten gezwungen worden, in den Tigris zu gehen, der zu der Zeit eine starke Strömung aufwies. Da er nicht schwimmen konnte, ertrank der Iraker.

Drei der vier Soldaten wird fahrlässige Tötung, dem vierten, dem Obergefreiten Terry Bowman, Körperverletzung vorgeworfen.

Die drei vorgesetzten Offiziere Oberstleutnant Nathan Sassaman, Major Robert Gwinner und Hauptmann Matthew Cunningham haben sich nun bereit erklärt, in dem Verfahren auszusagen, im Gegenzug wurde ihnen hierfür die von ihnen geforderte Immunität zugesichert. Alle drei Soldaten hatten schon zuvor Verweise erhalten, weil sie die Untersuchung des Falls behindert hatten.

Bereits am Mittwoch hatte AP allerdings berichtet, daß Bowman ausgesagt hatte, daß er die Iraker auf Befehl eines vorgesetzten Offiziers in den Fluß gestoßen habe. Außerdem sei ihm "durch die Befehlskette gesagt worden", was er den Ermittlern des Falles gegenüber aussagen sollte.

Zwar kann es sich bei Bowmans Aussage sicherlich auch um eine einfache Schutzbehauptung handeln, trotzdem zeigt die nur zwei Tage darauffolgende Entscheidung, den betreffenden Offizieren Immunität zuzusichern nur allzu deutlich, daß kein wirkliches Interesse daran besteht, den Tod Fadhils wirklich aufzuklären und die Schuldigen zu betrafen.





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