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Augen zu und durch
04.08.2004








Einem Bericht des arabischen Fernsehsenders Al-Jazeera vom Mittwoch zufolge hat die südkoreanische Regierung jegliche Berichterstattung über die Truppenentsendung des Landes in den Irak verboten.

Die Regierung Südkoreas hat angekündigt, Berichte über die Truppenentsendung aufs Schärfste zu verfolgen und verwies dabei auf Gesetze zum Schutz von militärischen Geheimnissen.

"Dies ist eine geheime militärische Operation. Wir wollen Terroristen keinerlei Informationen über unsere Truppenbewegungen geben", so ein Beamter des Verteidigungsministeriums. Er fügte hinzu, daß ein Bruch der Nachrichtensperre als eine ernste Verletzung der Sicherheit geahndet werden würde.

Der Verteidigungsminister Yoon Kwang-Ung sagte, es würden "entsprechende Maßnahmen" gegen Medien, die gegen das Verbot verstoßen, ergriffen werden.

Insgesamt ist die Entsendung von 3.000 Soldaten in den Irak geplant - mithin nach den USA und Großbritannien die größte ausländische Streitmacht im Irak. Dabei soll es sich allerdings "hauptsächlich" um nicht kämpfende Soldaten handeln.

Entgegen der offiziellen Begründung für die Nachrichtensperre ist zu vermuten, daß in Wahrheit auf diesem Weg versucht werden soll, die Stimmung innerhalb der Bevölkerung zu beschwichtigen. Schon vor, aber insbesondere nach der Entführung und Ermordung des Südkoreaners Kim Sun-Il im Irak hatte sich die Bevölkerung Südkoreas gegen die Entsendung von Soldaten in den Irak ausgesprochen.

Erst am Dienstag ist es zu Protesten von mehreren hundert Aktivisten vor einem Übungslager südlich der Hauptstadt Seoul gekommen. Da auch in Südkorea seit Monaten bekannt ist, daß die Entsendung von Soldaten in den Irak geplant ist, kommt diese Maßnahme sicherlich zu spät, zeigt aber überdeutlich, wie es um die von den USA gestützte "Demokratie" Südkorea in Wirklichkeit steht.





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