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10.000 "menschliche Schutzschilde"
14.08.2004








Einer kurzen Notiz innerhalb einer AP-Meldung vom Samstag zufolge sind ungefähr 10.000 Menschen in der heiligen irakischen Stadt Najaf angekommen, um dort als "menschliche Schutzschilde" zu dienen.

Bereits am Freitag hatte AFP berichtet, daß tausende Menschen bei Demonstrationen gegen den Militäreinsatz der US-Besatzer in Najaf zugesagt hatten, nach Najaf zu gehen, um die Imam-Ali-Moschee und den Geistlichen Muqtada al-Sadr mit ihren Leben zu schützen.

"Wir sind eine Gruppe von 500 Frauen, von denen viele junge Studentinnen sind, und wir planen, heute Nacht nach Najaf zu fahren und Teil einer großen Menschenkette zu sein, die wir um den Schrein und auch al-Sadr herum bilden werden", sagte die 20-jährige Rajaa Khayum in Baghdad.

"Wir haben keine Waffen, aber unsere Körper werden Schutzschilde für den Imam-Ali-Schrein und al-Sadr sein. Wir werden die Kugeln der Amerikaner abfangen und sind bereits, als Märtyrer für unsere Religion und ihren Sohn Muqtada zu sterben", sagte sie.

Am Samstag sind die Waffenstillstandsverhandlungen zwischen der irakischen "Übergangsregierung" und der Bewegung al-Sadrs ergebnislos abgebrochen worden.

Während der Chefunterhändler auf Seiten der "Übergangsregierung", der "nationale Sicherheitsberater" Mouwaffaq al-Rubaie, nur sein "tiefes Bedauern" über das Ende der Verhandlungen äußerte, ohne genauere Gründe hierfür zu nennen, sprach Scheich Ali Smeisim, ein Mitarbeiter al-Sadrs, von einer "Verschwörung".

Smeisims Aussage gegenüber dem arabischen Fernsehsender Al-Jazeera zufolge hatten sich beide Seiten in allen Punkten geeinigt, als der irakische "Übergangspremierminister" Iyad Allawi angeordnet habe, die Verhandlungen abzubrechen.

"Es ist eine Verschwörung, um ein großes Massaker zu begehen", sagte er.

Sollte die US-Armee erneut mit Waffengewalt gegen die al-Mahdi-Armee vorgehen, so würde dies angesichts der "menschlichen Schutzschilde" tatsächlich unweigerlich zu einem Massaker führen.





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