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Der Heuchler Tony Blair
14.08.2004








In der Antike konnten Sportler aus ganz Griechenland dank des "Olympischen Friedens" an den Olympischen Spielen teilnehmen. Diese Tradition wurde im Jahr 1992 erneut ins Leben gerufen.

"Man kann nicht kämpfen und zur gleichen Zeit spielen", sagte Stavros Lambrinidis, Direktor des Internationalen Zentrums des Olympischen Friedens, anläßlich der Unterzeichnung des "Olympischen Friedens" durch 20 Premierminister, Staatschefs und Mitglieder königlicher Familien am Samstag, wie AP berichtete.

Bei seiner Rede vor der UN-Generalversammlung hatte der damalige griechische Außenminister George Papandreou gesagt:

"Wenn wir Frieden für 16 Tage haben können, dann vielleicht, nur vielleicht, können wir für immer Frieden haben."

Zu den Unterzeichnern gehörte nun neben dem griechischen Premierminister Constantinos Karamanlis, dem deutschen Bundespräsidenten Horst Köhler, der spanischen Königin Sofia, Jordaniens Prinz Faisal bin Hussein und den Premierministern der Ukraine, Angolas, Albaniens und Bulgariens auch der britische Premierminister Tony Blair.

Dies kann nur als Heuchelei bezeichnet werden, da von britischer Seite keinerlei Maßnahmen ergriffen worden sind, tatsächlich für die Zeit der Olympischen Spiele einen Waffenstillstand im Irak zu etablieren. Ganz im Gegenteil ist es in den vergangenen Tagen mehrfach zur Bombardierung südirakischer Städte durch britische Flugzeuge gekommen.

Ebenfalls zu kritisieren ist aber sicherlich auch die Tatsache, daß es Blair überhaupt gestattet worden ist, den "Olympischen Frieden" zu unterzeichnen, da schon im Vorwege klar gewesen sein muß, daß er kaum geneigt war, sich hieran zu halten.

George H. W. Bush, der frühere US-Präsident und Vater des derzeitigen US-Präsidenten, war ebenfalls eingeladen worden, hatte sich aber geweigert zu erscheinen.

Auf die Frage, warum sich die US-Streitkräfte nicht an den "Olympischen Frieden" hielten, hatte der US-Außenminister Colin Powell am Freitag gesagt, die Welt würde "nicht vollständig für die Olympischen Spiele stehenbleiben".





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