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"Von mir aus können sie sich zu Tode hungern"
16.08.2004








Wie AP am Montag berichtete, sind am Sonntag 1.600 von Israel inhaftierte Palästinenser in drei Gefängnissen in einen Hungerstreik getreten.

Die Gefangenen wollen damit für die Erlaubnis häufigerer Familienbesuche, Zugang zu Telephonen und die Beendigung erniedrigender Durchsuchungen, bei denen sie sich vollständig ausziehen müssen, protestieren.

"Seit vier Jahren habe ich meinen Ehemann nicht mehr gesehen", sagte Fatma Maslamani vor einem Büro des Roten Kreuzes in der Stadt Tubas in der West Bank.

Die Forderungen der Gefangenen werden von der palästinensischen Regierung unterstützt.

"Wir unterstützen vollständig die berechtigten Forderungen der Gefangenen und ein Ende der Strategie der kollektiven Bestrafungen, der Folter und des Terrors durch die israelische Gefängnisleitung gegen die Gefangenen und deren Familien", so der palästinensische Premierminister Ahmed Qureia in einer Erklärung.

Insgesamt werden schätzungsweise 7.500 Palästinenser in israelischen Gefängnissen, einem großen Zeltlager inmitten der Negev-Wüste und auf israelischen Militärbasen gefangengehalten. Bis Ende der Woche werden sich vermutlich die meisten der Gefangenen an dem von den Organisationen Hamas, Islamischer Jihad und Fatah organisierten Hungerstreik beteiligen.

In den Gefängnissen wurde mit einer weiteren Verschärfung der Haftbedingungen reagiert. Jegliche Besuche von Familienangehörigen sind nun untersagt, wie auch der Verkauf von Zigaretten und Süßigkeiten.

Ein Kommentar des israelischen Ministers für Öffentliche Sicherheit, Tzachi Hanegbi, zu dem Hungerstreik zeigte offen seine menschenverachtende Haltung.

"Von mir aus können sie für einen Tag, einen Monat streiken, sich sogar zu Tode hungern", sagte er.





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