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Aufmarsch der Rentner-Division
17.08.2004








Das US-Militär zeigt sich Berichten der letzten Wochen zufolge zunehmend verzweifelt, wenn es darum geht, weiterhin die für die Fortsetzung der Besetzung des Iraks nötige Truppenstärke aufrechtzuerhalten.

Nachdem schon Maßnahmen wie erneute Einsätze gerade erst nach Hause zurückgekehrter Soldaten, die Verlängerung von Einsatzzeiten auf Befehl und massive Rückgriffe auf die US-Nationalgarde und Reservisten ergriffen worden waren, greift das US-Militär mittlerweile auch auf ehemalige Soldaten zurück, die kurz vor dem Rentenalter stehen oder dies sogar schon überschritten haben.

So berichtete The Monitor am Samstag, daß ein 57 Jahre alter Veteran aus Rio Grande im US-Bundesstaat Texas kürzlich einen Einberufungsbescheid erhalten hat.

Hauptfeldwebel Luis Jaime Treviño leidet zwar an Hautkrebs und hohem Blutdruck und ist teilweise taub, dies hat die US-Army aber bisher nicht daran gehindert, den Vietnam-Veteran für einen Einsatz im Irak einzuberufen. Sollte er sich nicht wie angeordnet am 15. September im Fort Jackson im US-Bundesstaat South Carolina einfinden, so droht ihm eine Gefängnisstrafe.

"Ich fühle mich geehrt, aber ich bin behindert und ich bin zu alt", so Treviño.

Zwar besteht theoretisch die Möglichkeit, daß er aufgrund seines gesundheitlichen Zustands den Dienst nicht anzutreten braucht, er selbst ist aber überzeugt, daß dieser Fall nicht eintreten wird.

"Die Army wird versuchen, mich zu behalten. Feldwebel werden dringend gebraucht", sagte er.

Dieser Ansicht ist offenbar auch das US-Militär. Reservisten, die jünger als 60 Jahre sind, werden nach Aussage der Stabsgefreiten für Öffentlichkeitsarbeit Julia Collins derzeit "aktiviert".

"Ich kenne viele Jungs, die in der Situation sind", sagte sie. "Das ist nicht ungewöhnlich."

Bereits am 2. August berichtete die Bangor Daily News, daß ein 68-jähriger Psychiater wieder eingezogen worden ist, um einen Mangel an Psychologen auszugleichen.

Am 19. Juli hatte die Washington Times über den Fall des 67 Jahre alten Psychiaters Charles Ham berichtet, der ebenfalls einen Einberufungsbescheid erhalten hat.

Offensichtlich greift das US-Militär also bereits auf ehemalige Soldaten zurück, die bereits weit jenseits des angemessenen Alters für einen solchen Kampfeinsatz sind.





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