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Politiker sind eine Gefahr für die "Nationale Sicherheit"
19.08.2004








Hätten die von einem CNN-Bericht am Donnerstag beschriebenen Fakten statt des demokratischen Senator Edward Kennedy den US-Präsidenten George W. Bush getroffen, wäre zwar noch wesentlich nachvollziehbarer gewesen, daß er als "Sicherheitsproblem" eingeschätzt wurde, aber aufgrund der letztlich doch vorhandenen politischen Nähe zwischen Republikanern und Demokraten in den USA kann andererseits kaum behauptet werden, es habe wirklich den Falschen getroffen.

Aus bisher nicht genannten Gründen war Kennedys Name vor einigen Monaten auf eine Liste von Personen gesetzt worden, die als "mögliches Sicherheitsrisiko" betrachtet werden und daher bei Flügen intensiveren Kontrollen unterzogen werden - oder der Flug wird gleich ganz verweigert.

So berichtete Kennedy bei einer Anhörung des Senats, daß er mehrfach bei Flügen am Logan International Airport der Stadt Boston einer gründlicheren Untersuchung unterzogen wurde, bevor er an Bord gehen durfte.

Das erste Mal, als er feststellten mußte, daß er bei den Sicherheitsbehörden offenbar in Ungnade gefallen war, weigerte eine Angestellte sich, seine Kreditkarte zu akzeptieren und sagte, er könne nicht nach Washington fliegen. Erst ein herbeigerufener Vorgesetzter erkannte Kennedy und ermöglichte ihm umgehend den Flug.

Nachdem es noch zwei weitere Male zu derartigen Zwischenfällen gekommen war, setzte sich sein Büro mit der US-Heimatschutzbehörde in Verbindung. Diese erklärte die Vorgänge mit einer "Namensähnlichkeit" und "versprach, ihn von der Liste zu entfernen", so Kennedys Sprecher David Smith.

Trotzdem kam es zu mehreren weiteren solchen Zwischenfällen, was schließlich dazu führte, daß der US-Minister für Heimatschutz Tom Ridge sich bei Kennedy entschuldigte.

Zwar ist nicht klar, wie Kennedys Name tatsächlich auf die Liste von verdächtigen Passagieren kam, gleichgültig, ob es sich aber tatsächlich um einen Irrtum, einen "Scherz", oder vielleicht doch eine Maßnahme gegen einen politischen Gegner handelte, so ist doch sicher, daß, hätte es sich nicht um einen derart prominenten US-Politiker gehandelt, die betroffene Person keinerlei Chance gehabt hätte, jemals wieder von der Liste entfernt zu werden.

Hier hat neben unzähligen unbekannten Menschen ausnahmsweise auch ein prominenter Politiker die Folgen eines Systems wie CAPPS zu spüren bekommen. Es ist allerdings kaum zu erwarten, daß dies dazu führt, daß diese "Maßnahme gegen den Terror" überdacht werden wird.





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