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Anschläge auf Demonstranten
26.08.2004








Agenturmeldungen vom Donnerstag zufolge ist die Hauptmoschee der irakischen Stadt Kufa von 3 Mörsergranaten getroffen worden. Dabei sind mindestens 27 Menschen getötet und 63 weitere verletzt worden.

Nach Auskunft von Hussam al-Husseini, einem Mitarbeiter des Geistlichen Muqtada al-Sadr, der in dieser Moschee seine Predigten beim Freitagsgebet hält, hat eine Granate die Moschee selbst getroffen, während zwei weitere in der Nähe des Eingangs eingeschlagen sind. Andere Augenzeugen sprachen nur von zwei Explosionen.

Zum Zeitpunkt des Anschlags hatten sich tausende Menschen bei der Moschee versammelt, um dem Aufruf des Geistlichen Ali al-Husseini al-Sistani zu folgen, der zu einem Marsch zu der heiligen Stadt Najaf aufgerufen hat, um die dortige Imam-Ali-Moschee zu schützen und die Kämpfe zwischen US-Soldaten und Widerstandskämpfern - größtenteils Mitglieder der al-Mahdi-Armee al-Sadrs - zu beenden.

"Wir versammelten uns draußen und im Innern der Moschee und bereiteten uns darauf vor, nach Najaf zu gehen, als zwei Mörsergranaten einschlugen, eine innerhalb der Moschee und die andere am Haupttor", sagte Hani Hashem. "Das ist eine kriminelle Tat. Wir wollten nur eine friedliche Demonstration beginnen."

Nach Angaben al-Husseinis ist auch eine weitere Moschee in Kufa von Mörsergranaten getroffen worden, hierüber liegen aber derzeit keine weiteren Informationen vor.

Das US-Militär betonte, daß der Angriff nicht durch US-Soldaten erfolgt sei. Wir hatten in der vergangenen Nacht keinerlei Waffensysteme, einschließlich Mörser, in Reichweite der Moschee von Kufa und wir haben in den vergangenen 48 Stunden auch keine Militäroperationen in der Stadt durchgeführt", sagte Hauptmann Carrie Batson.

Später wurde erneut das Feuer auf eine friedliche Demonstration, die auf dem Weg von Kufa nach Najaf war, eröffnet, berichtete AP. Hierbei wurden mindestens 20 Menschen getötet, berichtete Al-Jazeera unter Berufung auf einen Reuters-Photographen.

Schon am Mittwoch war es zu einem solchen Angriff gekommen, bei dem mindestens 2 Menschen getötet und 5 verletzt wurden, als von einem Posten der "irakischen Nationalgarde" aus das Feuer eröffnet wurde.

Am Donnerstag kamen die Schüsse Augenzeugen zufolge von einer Basis zwischen den nur wenige Kilometer voneinander entfernt liegenden Städten Kufa und Najaf, in der US-Soldaten als auch Mitglieder der "irakischen Nationalgarde" stationiert sind.

Angesichts der Aussage des "Gouverneurs" von Najaf, Adnan al-Zurufi, daß die irakischen Sicherheitskräfte "alle notwendigen Maßnahmen ergriffen haben, um zu verhindern, daß irgendwelche Menschenmengen die Provinz betreten", da es sich um ein "Militärgebiet" handele, ist der Verdacht mehr als naheliegend, daß der Anschlag auf die Moschee durch die - letztlich von den USA kontrollierte - "irakische Nationalgarde" durchgeführt worden ist.





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