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Journalisten in Najaf verhaftet
26.08.2004








50 irakische und ausländische Journalisten, die trotz Todesdrohungen der "irakischen Polizei" bisher in der irakischen Stadt Najaf geblieben sind, um von dort zu berichten, sind am Mittwoch kurzzeitig von der "irakischen Polizei" verhaftet und zu einer Polizeiwache gebracht worden, berichtete Reuters am Donnerstag.

In der vergangenen Woche hatte ein Lieutenant der "irakischen Polizei" die Journalisten bedroht, als 10 der "Polizisten" in das Hotel, in dem sich die Journalisten aufhalten, gekommen waren.

"Wir werden das Feuer auf dieses Hotel eröffnen. Ich werde alles zerschmettern, euch alle töten, und ich werde vier Scharfschützen aufstellen, die jeden ins Visier nehmen, der das Hotel verläßt. Ich habe euch gewarnt", hatte er gesagt. Danach waren Warnschüsse auf das Hotel abgefeuert worden. Nur zwei Tage zuvor war den Journalisten eine "Anordnung" des "Polizeichefs" der Stadt, Generalmajor Ghalib al-Jazaari, übergeben worden, die sie aufforderte, die Stadt zu verlassen.

Die nun verhafteten Journalisten waren in Kleintransportern zu einer Polizeiwache gebracht worden, wo sie kurze Zeit festgehalten wurden, bevor sie freigelassen wurden.

"Journalisten aßen gerade zu Abend, als plötzlich die Polizei in der Lobby erschien und in die Luft schoß", sagte ein Journalist, der ungenannt bleiben wollte. Ein anderer Augenzeuge berichtete, daß die "Polizisten" auch in die Räume von Journalisten eingedrungen seien.

Einer der Schüsse habe "einen westlichen Kameramann nur knapp verfehlt", sagte er. "Die Mauerbrocken flogen auf uns, als die Kugel einschlug."

Ein weiterer Augenzeuge schätzte, daß die Polizisten ungefähr 20 Schüsse in die Luft abgefeuert hätten.

Es ist offensichtlich, daß die Journalisten hierdurch weiter eingeschüchtert werden sollten, um Berichte über das Vorgehen der US-Soldaten, aber auch "irakischer" Einheiten möglichst zu verhindern.





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