www.Freace.de
Impressum


Nachrichten, die man nicht überall findet.




Antisemitischer Semit?
30.08.2004








Die Brandstiftung in einem jüdischen Gemeindezentrum in Paris am 22. August war scharf verurteilt worden und allgemein als Beleg für wachsenden Judenhaß in Frankreich bezeichnet worden.

Das Zentrum war als Folge der Brandstiftung vollständig ausgebrannt, an den Wänden fanden sich Hakenkreuze und antijüdische Parolen wie "Die Welt wäre rein, wenn es keine Juden mehr gäbe".

Der französische Präsident Jacques Chirac hatte die Tat aufs schärfste verurteilt und seine "volle Solidarität" mit der jüdischen Gemeinde in Frankreich erklärt. Die Pariser Stadtverwaltung zeigte sich in einer Stellungnahme "bestürzt und entsetzt". Der Bürgermeister der Stadt, Bertrand Delanoë, sprach von einem "ungesunden und gefährlichen Klima" und versicherte, "Wir werden nicht einen Millimeter vor den Barbaren zurückweichen".

Kurz darauf besuchte der israelische Außenminister Silvan Shalom Frankreich und forderte ein härteres Durchgreifen gegen "antisemitische Taten".

Am Montag nun meldete AFP. daß die französische Polizei einen Tatverdächtigen verhaftet hat. Es handelt sich um einen Mann von über 50 Jahren, der zeitweise als Wachmann in den Zentrum gearbeitet hatte. Untersuchungsbeamte vermuteten, daß es sich um einen Racheakt gehandelt haben könnte, da die Leitung des Zentrums ihn entlassen wollte. Der Verdächtige ist selbst Jude.

Quellen zufolge soll der Mann "mehr oder weniger obdachlos" und "mental instabil" sein.

Wie schon im Fall der 23-jährigen Frau, die vorgab, von mehreren offenbar antisemitischen Männern in der Pariser Métro bedroht worden zu sein und später zugab, daß sie sich den Überfall komplett ausgedacht hatte, wird diese Wendung von den Medien größtenteils ignoriert, so daß in den Köpfen der Menschen weiterhin die Darstellung eines "antisemitischen Anschlags" vorherrscht.

Derart einseitige Berichterstattung ist sicherlich kaum geeignet, Muslimen - die immer häufiger im Zusammenhang mit solchen Vorwürfen genannt werden - das Gefühl zu nehmen, die Bevölkerung sei ihnen gegenüber voreingenommen.





Zurück zur Startseite





Impressum

contact: EMail