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Wenn es Nacht wird in Baghdad
30.08.2004








Ein IslamOnline-Bericht vom Montag belegt einmal mehr, daß die offiziell genannten Verluste der Besatzer im Irak nur einen Teil der Wahrheit darstellen.

Die beiden IOL-Korrespondenten Mazen Ghazi und Samir Haddad berichten aus Baghdad und liefern dabei Augenzeugenberichte, denen zufolge die Zahl der US-Verluste weitaus höher sein muß, als dies offiziell angegeben wird.

Als bei Abu Fahds Frau in der Nacht die Wehen einsetzten, hatte er keine Wahl. Er wußte, daß die Fahrt zum Krankenhaus mit Lebensgefahr verbunden war. Trotzdem machte er sich in Begleitung der beiden IOL-Journalisten auf den Weg in das al-Yarmouk-Krankenhaus und konnte schließlich sein Kind Mansour in Händen halten.

Auf dem Weg dorthin waren sie an drei brennenden Humvees des US-Militärs vorbeigekommen. Maschinengewehrsalven durchschnitten die Nacht und schwarzer Rauch stieg in die dunkle Nacht empor.

Am Morgen machten sich die beiden Journalisten auf den Weg zurück zu dem Ort, wo sie die brennenden Wracks gesehen hatten, aber dort war kein Spur mehr des nächtlichen Angriffs zu finden. Für den Gebäckverkäufer al-Khodeir ist das nicht mehr überraschend, sondern geradezu "langweilig".

"Sie [die US-Soldaten] hinterlassen nicht den kleinsten Hinweis auf einen Angriff von irakischen Widerstandskämpfern", sagte er. "Nur 15 Minuten nach dem Angriff tauchen sie plötzlich auf und beginnen, die ganze Gegend zu säubern, gedeckt von Kampfhubschraubern. Aber dieses Mal waren sie so sehr in Eile, daß sie diesen Krater hinterlassen haben", wobei er auf einen durch den Angriff geschlagenen tiefen Krater zeigte.

Seiner Aussage nach greift der Widerstand mindestens vier Mal pro Woche an diesem Ort die Besatzer an.

"Diese Amerikaner müssen dämlich sein. Sie lernen niemals ihre Lektion. Jeden Tag zur selben Zeit und am selben Ort treten sie rein", so al-Khodeir.

Ein anderer Augenzeuge berichtete von einem Angriff, bei dem es seiner Aussage nach zahlreiche Opfer unter den US-Soldaten gegeben hat.

"Vor einer Woche hörte ich in der Nacht eine schwere Explosion, als ein US-Konvoi die al-Khadraa-Straße im Westen Baghdads entlangfuhr. Die Explosion war so stark, daß sie den Nachthimmel erleuchtete", sagte er. "Als der Morgen dämmerte sah ich am Ort des Angriffs das verbogene Metall eines US-Militärfahrzeugs in seiner unverkennbaren Farbe. Hinsichtlich der Opfer war die US-Evakuierungseinheit damit beschäftigt, sie auszufliegen.

Bei einem anderen Angriff sind Augenzeugenberichten zufolge mehrere US-Soldaten bis zur Unkenntlichkeit verbrannt worden.

Anwohner sagten, sie hätten gesehen, wie maskierte Männer große Mengen Benzin auf die Straße geschüttet haben. Als eine Patrouille kam, eröffneten die Kämpfer das Feuer. Zwei Autos, vier Panzer, ein Mannschaftsfahrzeug und ein Humvee gerieten dabei in Brand.

"Es war ein Massaker für die amerikanischen Soldaten", sagte ein Augenzeuge gegenüber IOL.

Keiner dieser Vorfälle wurde in den Medien erwähnt.





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