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Bomben auf Zivilisten
31.08.2004








Wie Reuters am Dienstag meldete, sind bei einem US-Bombenangriff in der afghanischen Provinz Kunar nach Angaben der örtlichen Polizei mindestens 6 Zivilisten getötet und 9 weitere verletzt worden.

"Als Folge der Bombardierung durch amerikansiche Flugzeuge haben sechs Zivilisten ihr Leben verloren, neun weitere sind verletzt worden und acht Häuser wurden in [dem Bezirk] Manogi zerstört", sagte Arif Nizami, der stellvertretende Polizeichef der Provinz, gegenüber Reuters.

Zuvor war es nach Aussage des US-Militärs zu einem Angriff auf US-Soldaten mit Mörsern, Raketen und Schußwaffen gekommen.

Auch das Lager der dänischen Hilfsorganisation DACAAR (Danish Committee for Aid to Afghan Refugees, Dänisches Komitee für Hilfe für afghanische Flüchtlinge) ist einer AP-Meldung zufolge von einer Bombe getroffen worden - nur wenige Augenblicke, nachdem die 14 Mitarbeiter der Organisation geflüchtet waren. Gorm Pedersen, DACAARs Direktor in Kabul, sagte, daß dabei einer der Mitarbeiter leicht verletzt worden und ein Großteil der Ausrüstung beschädigt oder zerstört worden ist.

Das US-Militär leugnet, für zivile Opfer verantwortlich zu sein und beschuldigt seinerseits die afghanischen Kämpfer, "wahllos auf Zivilisten" gefeuert zu haben. Außerdem habe man nicht gewußt, daß sich ein Lager einer Hilfsorganisation in dem Ort befand. Trotzdem hat das US-Militär regelmäßig ausreichend Vertrauen in die ihm vorliegenden "Informationen", um angebliche "Verstecke von Terroristen" zu bombardieren.

Tatsächlich ist der Tod der Zivilisten und auch die Bombardierung des Lagers einer Hilfsorganisation ein weiterer Beleg dafür, daß die USA in den von ihnen besetzten Ländern keinerlei Rücksicht auf die Zivilbevölkerung nehmen.





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