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Samarra nicht mehr unter Kontrolle
03.09.2004








Nachdem bereits die südirakische Stadt Basra und die beiden Städte Fallujah und Ramadi nicht mehr von den Besatzern kontrolliert werden, haben diese einem AP-Bericht vom Freitag zufolge auch die Stadt Samarra verloren.

"Es ist wahr, daß wir nicht sehr oft in Samarra hineingehen können", sagte der Hauptmann der US-Army Scott Synowiez, ein in einer Basis am Rande der Stadt stationierter Offizier des militärischen Geheimdienstes der 1st Infantry Division. "Wann immer wir in Samarra hineingehen, werden wir angegriffen, ohne Zweifel."

Der Polizeichef und der Bürgermeister der Stadt, die ihre Posten von den US-Besatzern erhalten haben, halten sich zwar noch in Samarra auf, haben aber keinerlei Macht mehr. Der Präsident des Stadtrats ist vergangene Woche zurückgetreten, nachdem das Ratsgebäude gesprengt worden war.

Anwohner, die von den Widerstandskämpfern für Kollaborateure gehalten werden sind gefangengenommen und getötet worden - eine Handlungsweise, die mit zunehmenden Haß auf die Besatzer immer weiter um sich greifen dürfte. Nach der Befreiung Frankreichs von der Besetzung durch Deutschland wurden mindestens 14.000 tatsächliche und vorgebliche Kollaborateure durch die aufgebrachte Bevölkerung getötet.

Auch wenn das US-Militär wie gewohnt versucht, all dies herunterzuspielen, indem behauptet wird, die Unterstützung der Bevölkerung für den Widerstand würde schwinden und die Kämpfer ausschließlich als "Anhänger Saddam Husseins" und "Mitglieder von Terroristengruppen" bezeichnet werden, so zeigen die genannten Fakten doch, daß die Stadt Samarra mit ihren 250.000 Einwohnern nicht mehr unter der Kontrolle der Besatzer steht.

Die Behauptung des US-Militärs, daß eine derart große Stadt von nur 500 Kämpfern offenbar effektiv gegen die militärische Übermacht der USA verteidigt wird, scheint hingegen wenig glaubhaft.

"Diese Typen sind gut ausgebildet und sie sind motiviert", so Synowiez. "Sie stehen auf und kämpfen."





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