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Der Krieg geht weiter
05.09.2004








Ein Al-Jazeera-Bericht vom Sonntag und Meldungen der Nachrichtenagenturen zeigen einmal mehr, daß der Krieg im Irak noch immer andauert.

So kam es in der Stadt Tal Afar nahe der Stadt Mosul im Nordirak am Sonntag erneut zu Kämpfen. Dabei wurden nach Angaben von Dr. Fawzi al-Tahhan, dem Leiter des Krankenhauses von Tal Afar, 3 Menschen getötet und 12 weitere verletzt.

Al-Tahhan rief die irakische "Übergangsregierung" dazu auf, "einzugreifen, um dieses Massaker zu beenden, die Stadt vor den gefährlichen Folgen der Kämpfe zu retten und den Familien zu erlauben, in ihre Häuser zurückzukehren."

"Die Opfer sind üblicherweise unschuldige Zivilisten", sagte er.

Erst am Samstag waren in der Stadt mindestens 13 Menschen getötet und 60 weitere verletzt worden.

"Die meisten der Verletzten sind in kritischem Zustand, daher sind wir aufgrund eines Mangels an Chirurgen in unserem Krankenhaus gezwungen, sie nach Mosul zu schicken", so al-Tahhan.

Auch diese Stadt scheint sich langsam der Kontrolle durch die Besatzer zu entziehen. Al-Tahhan erwartete weitere Opfer in nächster Zeit, da Widerstandskämpfer in den Straßen patrouillierten während Hubschrauber der Besatzer in der Luft über der Stadt seien. Seiner Aussage nach fällt es Mitarbeitern des Krankenhauses schwer, Verletzte zu erreichen, da Krankenwagen von Besatzungssoldaten "willkürlich beschossen werden."

Auch im Baghdader Stadtteil Sadr City ist es am Sonntag erneut zu Kämpfen mit US-Soldaten gekommen.

So sagte Abu Thar al-Kinana, ein Sprecher der al-Mahdi-Armee, daß "die Kämpfe durch Verletzungen des Waffenstillstands durch US-Soldaten und die irakische Regierung, Verhaftungsaktionen, die Erstürmung von Unterschlüpfen und die Wiederaufnahme blutiger statt friedlicher Verhandlungen ausgebrochen sind."

Seiner Aussage nach hielten sich in den Unterschlüpfen nur "entwaffnete Menschen auf, die nichts mit den anhaltenden Operation zu tun haben." Eine Überprüfung dieser Aussage ist für Al-Jazeera aufgrund der Schließung des Büros durch die irakische "Übergangsregierung" kaum möglich.

"Wir machen die irakische Regierung und die US-Streitkräfte für diese provokativen terroristischen Aktionen verantwortlich, die zu Blutvergießen und Massakern im sicheren Sadr-City geführt haben", so al-Kinani weiter.

Auch AP berichtete, daß es erneut zu Kämpfen in Sadr-City gekommen ist. Hauptmann Brian O'Malley, 1st Brigade Combat Team, sagte, daß Mitglieder der al-Mahdi-Armee US-Soldaten und Mitglieder der "irakischen Nationalgarde" mit Schußwaffen und Panzerfäusten beschossen hätten, während diese "Routineoperationen" in Sadr-City durchführten.

Dabei sei es auf ihrer Seite aber zu keinen Opfern gekommen. Über Opfer unter der Zivilbevölkerung oder den al-Mahdi-Mitgliedern konnte er keinerlei Angaben machen.





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