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Der schleichende Weltkrieg
06.09.2004








In der am 13. September erscheinenden Ausgabe des Time Magazine berichtet dieses, daß die derzeitige US-Regierung, sollte es zu einer weiteren Amtszeit kommen, vermutlich noch aggressiver gegen andere Länder vorgehen würde, als dies angesichts zweier Angriffskriege in nur drei Jahren schon der Fall war.

Quellen im Weißen Haus zufolge hat der US-Staatssekretär der Verteidigung William Luti während einer Privatkonferenz mit Abgesandten beider großen US-Parteien am 19. August gesagt, es gäbe mindestens fünf oder sechs Länder mit Eigenschaften, die "kein verantwortungsbewußter Führer zulassen kann." Damit wurde die US-definierte "Achse des Bösen" offenbar weiter ausgedehnt. Neben Ländern wie Nordkorea und Iran kommen nun sicherlich auch Syrien und auch der Sudan für einen gewaltsam erzwungenen "Regimewechsel" in Betracht.

Der ausgesprochene Befürworter des Irakkriegs Luti benannte die betreffenden Länder zwar nicht, sagte aber, daß sie von Dikatoren regiert würden, die Programme zu Herstellung von Massenvernichtungswaffen verfolgten und enge Verbindungen zu "Terroristen" unterhielten.

Ein Sprecher des Pentagon weigerte sich, eine Mitschrift des Gesprächs zu veröffentlichen, sagte aber, Luti habe sich nicht für "Präventivschläge" eingesetzt. Tatsächlich würde dies allerdings eine radikale Abkehr von seinen bisherigen Ansichten bedeuten. Bei einer Konferenz im Oktober 2002 hatte er den Standpunkt vertreten, daß die USA "das Recht haben, Länder zur Verantwortung zu ziehen, die Terroristen beherbergen."

Sollte sich Lutis Ansicht im Weißen Haus durchsetzen - und dies ist angesichts des bisherigen Verhaltens der US-Regierung mehr als wahrscheinlich - und George W. Bush es schaffen, eine zweite Amtsperiode zu erlangen, so ist also in der Zukunft mit weiteren US-geführten Kriegen zu rechnen.





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