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Schlachtfeld Baghdad
07.09.2004








Meldungen vom Dienstag zufolge ist es im Baghdader Stadtteil Sadr-City (Medina Sadr) seit der Nacht zum Dienstag zu schweren Kämpfen zwischen Mitgliedern der al-Mahdi-Armee des geistlichen Muqtada al-Sadr und US-Soldaten gekommen.

Dabei wurden nach einem Al-Jazeera-Bericht zufolge bisher mindestens 41 Iraker getötet und weitere 203 verletzt. Nach Angaben des US-Militärs wurde auch ein US-Soldat getötet, über die Zahl der Verwundeten auf US-Seite wurden bisher keine Zahlen genannt. 5 weitere US-Soldaten sind am Montag und Dienstag dem US-Militär zufolge bei verschiedenen Angriffen in und um Baghdad herum getötet worden. Weitere 7 starben am Montag in der Nähe der Stadt Fallujah.

US-Hauptmann Brian O'Malley sagte einer AP_meldung zufolge, die Kämpfe seien ausgelöst worden, als eine routinemäßige Patrouille des US-Militärs angegriffen wurde.

Scheich Raed al-Kadhimi, ein Sprecher al-Sadrs in Baghdad, sagte hingegen, der Angriff sei durch US-Angriffe ausgelöste worden.

"Unsere Kämpfer haben keine andere Wahl, als das Feuer zu erwidern und sich den US-Soldaten und den Hubschraubern entgegenzustellen, die unsere Häuser beschießen", sagte er.

AFP zitierte Scheich Naim al-Qaabi, einen Mitarbeiter al-Sadrs, mit den Worten "Die vergangene Nacht erlebten wir das stärkste Bombardement von Sadr-City seit die Amerikaner in den Irak gekommen sind". Seinen Angaben zufolge sind 15 Mitglieder der al-Mahdi-Armee getötet und 62 weitere verletzt worden.

Al-Jazeera zufolge haben die Kämpfer sich bereit erklärt, Verhandlungen mit der irakischen "Übergangsregierung" durchzuführen.

"Wir sind bereit, Verhandlungen wie jene, die in Najaf stattgefunden haben, durchzuführen", so al-Kadhemi. Diese Verhandlungen werden seiner Aussage zufolge aber "durch die täglichen Angriffe zunichte gemacht."

Mitarbeiter al-Sadrs sagten Al-Jazeera zufolge später, daß die Verhandlungen mit der "Übergangsregierung" in stocken gekommen wären, da diese sich geweigert hätte, der Forderung nachzukommen, amerikanischen Soldaten das Betreten des Stadtteils zu untersagen.

Einem Bericht des Mail & Guardian zufolge handelte es sich bei dem Auslöser sogar um einen direkten US-Angriff.

Nach Angaben von Anwohnern und Widerstandskämpfern waren am späten Montag 4 Panzer und 8 gepanzerte Truppentransporter in Sadr-City eingedrungen.

"Sie bogen in die al-Falah-Straße ein und wir glauben, daß sie auf dem Weg zum Märtyrer-Krankenhaus waren, um Unterstützer al-Sadrs zu verhaften. Also zündeten wir drei Bomben, die wir in der Straße gelegt hatten", sagte Said Najem, ein Kommandeur der al-Mahdi-Armee. "Eines der gepanzerten Fahrzeuge wurde getroffen. Sie brauchten zwei Stunden, um es zu bergen und in der Zeit kam es zu schweren Kämpfen."





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