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Neue Drohungen gegen Arafat
09.09.2004








Wie AP am Donnerstag berichtete, hat der israelische Außenminister Silvan Shalom erneut Drohungen gegen den palästinensischen Präsidenten Yasser Arafat ausgesprochen.

In einer Ansprache sagte Shalom am späten Mittwochabend, Arafats "Vertreibung" sei "näher als je zuvor". Auch sei für Arafat kein Platz in der Region. Anfang der Woche hatte bereits der israelische Verteidigungsminister Shaul Mofaz gesagt, die Regierung fühle sich weiterhin an eine Entscheidung des Sicherheitskabinetts vom letzten Jahr gebunden, Arafat von seinem Posten zu entfernen.

Hochrangige Regierungsbeamte sagten andererseits, es gäbe keine unmittelbaren Pläne, Maßnahmen gegen Arafat zu ergreifen.

Yasser Arafat hat in der Vergangenheit mehrfach betont, daß er eher im Kampf sterben als sich von Israelis seines Postens entheben zu lassen. Auch wenn Arafats Entscheidungen in letzter Zeit teilweise stark umstritten waren, würde sein gewaltsamer Tod höchstwahrscheinlich eine neue Welle der Gewalt auslösen.

Bei einem Angriff auf das Flüchtlingslager Jabalya wurden einem Al-Jazeera-Bericht zufolge 5 Menschen, darunter neben mindestens einem Hamas-Kämpfer auch ein 9-jähriger Junge, getötet.

Am Donnerstag feuerten israelische Soldaten in dem palästinensischen Ort Beit Lahia mit dem Maschinengewehr eines Panzers auf eine Gruppe von Palästinensern. Dabei wurden nach Krankenhausangaben 3 Menschen getötet und 9 verletzt. Augenzeugen berichteten, daß einige der Opfer Steine geworfen hatten, während andere nur Passanten waren.

Am Mittwoch hat der israelische Premierminister Ariel Sharon entschieden, daß zwei große israelische "Siedlungen" in der West Bank nahe der Stadt Jerusalem durch den Verlauf der "Mauer" dem israelischen Gebiet zugeschlagen werden sollen.





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