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Mord in Fallujah
13.09.2004








AP-Berichten vom Montag zufolge ist die irakische Stadt Fallujah erneut durch das US-Militär bombardiert worden. Dabei wurden mindestens 16 Menschen getötet und 12 weitere verletzt - Al-Jazeera spricht sogar von 29 Verletzten.

Wie üblich bezeichnete das US-Militär die Angriffe als Schlag gegen "das Terrornetzwerk von Abu Musab Al-Zarqawi".

"Geheimdienstquellen berichteten von der Anwesenheit mehrerer hochrangiger Agenten al-Zarqawis, die für zahlreiche terroristische Anschläge auf irakische Zivilisten, irakische Sicherheitskräfte und die multinationalen Streitkräfte verantwortlich sind", so das US-Militär in einer Erklärung.

Tatsächlich hat das US-Militär mit diesem Angriff ein weiteres Mal bewiesen, daß es sich in keiner Weise um das Leben und die Gesundheit der irakischen Bevölkerung sorgt.

Nicht nur, daß wie bei derartigen Angriffen in der Vergangenheit auch hier wieder Frauen und Kinder unter den Todesopfern sind, es sich also aller Wahrscheinlichkeit nach in Wahrheit um Wohnhäuser gehandelt hat, darüber hinaus ist auch ein Krankenwagen von einer US-Rakete zerstört worden.

Hierbei wurden 7 Menschen einschließlich des Fahrers des Krankenwagens getötet.

"Jedes Mal, wenn wir einen Krankenwagen losschicken, wird er angegriffen", sagte Dr. Rafea al-Isawi, Direktor des Krankenhauses von Fallujah gegenüber Al-Jazeera. "Wie sollen wir die Verwundeten transportieren? Das ist unvernünftig. Die US-Armee hat keine Moral."

Während gemäß den Genfer Konventionen schon das Leben von Zivilisten bei Kriegshandlungen als auch durch Besatzer unbedingt zu schützen ist, so genießen Krankenwagen einen noch weitaus höheren Schutz. Trotzdem ist das US-Militär - offenbar zu Recht - der Ansicht, auch Krankenwagen folgenlos angreifen und vernichten zu können.

Wäre er nicht bereits vor 20 Jahren verstorben, könnte man den Eindruck gewinnen, das US-Militär würde in Wahrheit von Arthur "Bomber" Harris geführt, der nicht nur für das Flächenbombardement und die Zerstörung mehrerer deutscher Städte im 2. Weltkrieg verantwortlich war, sondern auch in den 20er Jahren im Irak rücksichtslos und auch unter Anwendung von Giftgas gegen die Zivilbevölkerung vorgegangen war.

Mehr und mehr drängt sich der Eindruck auf, daß das US-Militär seinem Beispiel folgend die irakische Bevölkerung ein weiteres Mal "zur Aufgabe bomben" will.

Während es kaum verwundern kann, daß die von den USA eingesetzte und kontrollierte irakische "Übergangsregierung" hiergegen nicht einschreitet, so kann das Hinwegsehen der Weltöffentlichkeit und insbesondere auch der Vereinten Nationen über solche Kriegsverbrechen nur noch als Mittäterschaft bezeichnet werden.

Offenbar fehlt es nicht nur der US-Armee an Moral.





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