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Wird bei Tanja ein Zimmer frei?
16.09.2004








Am Donnerstag veröffentlichten Heise Online und der Tagesspiegel Artikel, denen zufolge eine Gruppe von Personen verhaftet worden ist, die über FTP-Server gegen Entgelt illegale Kopien angeboten haben sollen.

Unter den Beschuldigten befindet sich mit Bernhard S. auch einer der Anwälte der Kanzlei des Münchner Anwalts Günther Freiherr von Gravenreuth. S. wird beschuldigt, den gesamten Geldfluß verwaltet und die "Buchführung" erledigt zu haben. Insgesamt sollen die Verantwortlichen - drei Thüringer - Einnahmen von knapp einer Million Euro erzielt haben.

In dem Haftbefehl wird S. die "gewerbsmäßige Vervielfältigung" urheberrechtlich geschützter Werke vorgeworfen, so der Tagesspiegel. Darüberhinaus gehe es aber dem leitenden Oberstaatsanwalt zufolge möglicherweise auch um die "Bildung einer kriminellen Vereinigung". Sollten sich die Vorwürfe als berechtigt erweisen, so bliebe wohl nur die Schlußfolgerung übrig, daß S. angesichts der hier zugänglichen Geldmengen seine Gier nicht mehr zügeln konnte.

Gravenreuth selbst wird bisher nicht mit den kriminellen Machenschaften in Verbindung gebracht, dies hindert zahlreiche Menschen allerdings nicht an einer großen Portion Schadenfreude, wie ein Blick ins Heise-Forum zu der Meldung zeigt.

Sicherlich birgt die Tatsache, daß ausgerechnet ein Anwalt seiner Kanzlei der Mitwirkung an derart schwerwiegenden, kommerziellen Urheberrechtsverletzungen beschuldigt wird, eine gehörige Portion Ironie, ist er doch seit langen Jahren berüchtigt dafür, Urheberrechtsverletzer ebenso unerbittlich wie mit "kreativen" Methoden - hier seien nur die berüchtigten Briefe der "Tanja Nolte-Berndel" genannt - zu verfolgen.

Letztlich dürften sich die Ermittlungen, auch wenn sie sich nicht gegen seine Person richten, kaum positiv auf seine Glaubwürdigkeit und seine Auftragslage auswirken.





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