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Die wahren Opferzahlen
17.09.2004








Bereits am Mittwoch berichtete UPI, daß fast 17.000 US-Soldaten, die "aus medizinischen Gründen aus dem Irak evakuiert" worden sind, vom US-Militär verschwiegen worden sind. Bisher war die Gesamtzahl der im Irak verwundeten US-Soldaten - einschließlich jener, die innerhalb von 72 Stunden wieder ihren Dienst versahen - mit 7.265 angegeben worden.

Unterlagen des US-Militärs, die diese Zahlen belegen, liegen UPI vor und die US-Regierung bestreitet dies auch nicht.

Das Pentagon reagierte mit der Behauptung, die betroffenen Soldaten seien deshalb nicht als "Opfer" ("casualties") aufgeführt worden, da es sich um Fälle gehandelt habe, die nicht in die Definition des US-Militärs von "Opfern" fielen.

Den Unterlagen des U.S. Transportation Command zufolge sind 16.765 US-Soldaten aufgrund von Verletzungen und Erkrankungen, die nicht in direktem Zusammenhang mit Kampfhandlungen standen, aus dem Irak evakuiert worden.

In einer am Mittwoch vom Pentagon veröffentlichten Erklärung wurde die Einstufung als "Opfer" genau erklärt. "Der überwiegende Teil der Soldaten, die aus der Operation Iraqi Freedom evakuiert werden, sind keine Opfer, weder nach der Definition des Verteidigungsministeriums noch dem Verständnis des gewöhnlichen Zeitungslesers nach", so die Erklärung. Als Erkrankungen, die dazu führten nicht zu den "Opfern" gezählt zu werden, wurden als Beispiele "Muskelzerrungen, Rückenschmerzen, Nierensteine, Durchfall und anhaltendes Fieber" genannt. Im vergangenen Dezember hatte UPI allerdings eine Definition von "Opfern" vom US-Verteidigungsministerium erhalten, der zufolge "jede Person, die der Organisation verlorengeht, dadurch, daß sie für tot erklärt wird, den Status Aufenthaltsort unbekannt erhält, vermißt wird, erkrankt oder verletzt wird" als "Opfer" zählt.

Letztlich kann die Diskussion, ob "Erkrankungen" als "Opfer" zu werten sind, aber nur als Ablenkungsmanöver angesehen werden.

Wenn Soldaten tatsächlich wegen einer Muskelzerrung oder wegen Durchfalls aus dem Irak evakuiert würden, so wäre die völkerrechtswidrige Besatzung des Landes vermutlich mangels verbliebener Soldaten bereits beendet.

Vielmehr kann die Zahl von fast 17.000 aus dem Irak evakuierter Soldaten als weiterer Beleg dafür angesehen werden, daß die Zahl der im Kampf verwundeten - aber auch getöteten - US-Soldaten weitaus höher liegt, als dies offiziell zugegeben wird.





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