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Das "Krebsgeschwür Fallujah"
20.09.2004








Einem Bericht der New York Times vom Sonntag zufolge will das US-Militär noch in diesem Jahr mit einer neuen Großoffensive gegen den irakischen Widerstand vorgehen. Auch ein Militärschlag gegen den Iran wird immer wahrscheinlicher.

"Wir müssen eine Entscheidung treffen, wann das Krebsgeschwür Fallujah herausgeschnitten wird", zitierte die New York Times einen "hochrangigen amerikanischen Kommandeur". "Fallujah wird hart werden", fügte er hinzu.

Die Assoziationen, die sich hier aufdrängen, dürften angesichts des bisher schon äußerst rücksichtslosen Verhaltens des US-Militärs gegenüber der Zivilbevölkerung kaum unbegründet sein. Vielmehr ist davon auszugehen, daß bei dem "Herausschneiden des Krebsgeschwürs" eine große Zahl von Zivilisten getötet und noch weitaus mehr verletzt werden - was letztendlich wiederum zu verstärktem Zulauf für den irakischen Widerstand führen wird.

Einem weiteren Artikel der New York Times vom Montag zufolge wird gerade die Tatsache, daß der irakische Widerstand entgegen den offiziell geäußerten Erwartungen der US-Regierung beständig an Stärke zunimmt, als Beleg dafür gewertet, daß die Widerstandskämpfer vom benachbarten Iran unterstützt werden.

Beamte des Pentagons, des US-Außenministeriums und Mitglieder des US-Militärs sagen, die al-Mahdi-Armee des irakischen Geistlichen Muqtada al-Sadr würde vom Iran aus mit Geld, Waffen und "einer geringen Zahl" von Kämpfern unterstützt werden.

Der US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld sagte "Wir haben keinen Zweifel daran, daß das Geld aus Syrien und dem Iran und zweifellos auch weiteren Ländern kommt". Außerdem werfen Beamte der Bush-Regierung dem Iran vor, Kliniken, Krankenhäuser und Sozialstationen im Irak, insbesondere in Gegenden, in denen die irakische "Übergangsregierung" und das US-Militär keinen oder kaum Einfluß besitzen, finanziell zu unterstützen. Es wird dem Iran also vorgeworfen, diejenigen humanitären Hilfen zur Verfügung zu stellen, die die USA offenbar nicht bieten wollen.

Da die irakischen Widerstandskämpfer nach US-Lesart "Terroristen" sind, wird dem Iran also ein weiteres Mal vorgeworfen, Terrorismus zu unterstützen. Dies in Verbindung mit den beständig wiederholten und verschärften Drohungen hinsichtlich der angeblichen Bestrebungen des Irans, Atomwaffen zu entwickeln - was vom Iran vehement bestritten wird - läßt einen Angriff der USA immer wahrscheinlicher werden.

Tatsächlich scheinen die USA derzeit die Geschichte der Vorbereitungen des völkerrechtswidrigen Angriffskriegs auf den Irak im Hinblick auf den Iran wiederholen zu wollen. Sowohl der - wissentlich falsche - Vorwurf, den Besitz von Massenvernichtungswaffen zumindest anzustreben als auch Terroristen zu unterstützen war schon im Fall des Iraks erfolgreich.





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