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Osama würde George wählen
21.09.2004








Zugegeben, der US-Präsident George W. Bush, der sich im November erneut zur Wahl um das Präsidentenamt stellen wird, hat auf den ersten Blick herausragende Erfolge erzielt. Sowohl Afghanistan als auch der Irak wurden von seinen Soldaten besetzt.

Das Wort "erfolgreich" ist hier allerdings schon zu vermeiden, da sich die Soldaten nach wie vor täglichen Angriffen von Widerstandskämpfern gegenübersehen und beide Länder nicht im entferntesten unter Kontrolle sind. Trotzdem sollte dies doch zumindest ein Anfangserfolg im von Bush ausgerufenen - und von zahlreichen anderen Regierungschefs dankbar wiederholten - "Krieg gegen den Terror" sein. Aber halt: zwar glaubt nach wie vor ein großer Teil der US-Bevölkerung tatsächlich, daß der Irak Terroristen unterstützt hat, davon abgesehen ist aber (fast) widerspruchslos erwiesen, daß eine solche Verbindung nie existiert hat.

Dies ändert allerdings nichts daran, daß das US-Militär weiterhin gegen "Terroristen" im Irak vorgeht, ohne dabei in irgendeiner Weise Rücksicht auf Zivilisten zu nehmen. Diese werden insbesondere bei den täglichen Bombardements angeblicher "Unterschlüpfe von Terroristen die zur Al-Qaida nahestehenden Terrororganisation von Abu Musab al-Zarqawi gehören" ebenso tagtäglich getötet und verstümmelt.

Nebenbei erhöht Bush regelmäßig die Drohungen gegen den Iran aufgrund ebenso windiger "Beweise" wie das schon im Falle des Iraks geschehen ist und stellt sich auch im israelisch-palästinensischen Konflikt nicht nur deutlicher als überhaupt möglich auf die Seite Israels sondern beliefert das Land auch mit Waffen, die allem Anschein nach für einen Angriff auf den Iran benötigt werden. So berichteten die Medien am Dienstag, daß Israel 5.000 "intelligente Bomben", darunter auch 500 "Bunker-Brecher" von den USA erhalten soll.

Für Muslime drängt sich hier immer stärker das Gefühl auf, daß Bush sich in einem Kreuzzug gegen den Islam befindet. Daß er selbst schon dieses Wort im Zusammenhang mit dem "Krieg gegen den Terror" benutzt hat, wird hier kaum beruhigend wirken.

Während die "gefühlte Ohnmacht" gegenüber dem "Satan USA" also immer weiter wächst, wächst auch der Wunsch nach Vergeltung.

Hierfür ist es letztlich völlig gleichgültig, ob "Al-Qaida" von der CIA gesteuert wird, ein Phantasiegespinst ist oder tatsächlich eine international tätige Terrororganisation darstellt. In jedem Fall fühlen sich immer mehr Menschen zu den vorgeblichen Zielen "Al-Qaida"s hingezogen, da diese sich - zumindest angeblich - gegen die Bestrebungen der USA, eine weltweite Vorherrschaft zu erreichen, wenden.

Ausgehend von der Existenz Osama bin Ladens und Al-Qaidas und seiner Bestrebungen, durch die Organisation die Vereinigten Staaten zu bekämpfen wäre es kaum möglich, ihm bei seinen Anstrengungen durch die Stärkung des Widerstandswillens von Muslimen und die Schwächung des Ansehens der USA im allgemeinen mehr behilflich zu sein, als dies George W. Bush bisher schon getan hat.

Würden die USA in einer politischen 180-Grad-Wende auch Ausländern ein Wahlrecht zugestehen - bisher haben nicht einmal alle US-Bürger das Recht, über ihre Herrscher zu entscheiden - was angesichts der weltpolitischen Ambitionen des Landes nur logisch erscheint, so würde Osama bin Laden mit Sicherheit für George W. Bush stimmen.





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