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Propagandamittel Halbwahrheit
23.09.2004








Max Putzler sagte einmal "Die halbe Wahrheit ist die gefährlichste Lüge."

Die Entführer des Briten Kenneth Bigley, die bereits zwei ebenfalls entführte US-Bürger getötet haben, fordern die Freilassung der irakischen Frauen, die sich in US-Gefangenschaft befinden.

Ein am Mittwoch zwischen den USA und der irakischen "Übergangsregierung" ausgebrochener "Streit" hat dazu geführt, daß die Mehrheit der Medien berichtet, es würde den Entführern um die Freilassung zweier Wissenschaftlerinnen, die beschuldigt werden, für Saddam Hussein an Massenvernichtungswaffen geforscht zu haben, gehen. Anfangs hieß es, Rihab Rashid Taha und Huda Salih Amash würden freigelassen werden. Der irakische "Justizminister" hatte am Dienstag angekündigt, daß Taha in Kürze auf freien Fuß gesetzt würde.

Unabhängig von der Tatsache, daß die Inhaftierung der beiden Frauen angesichts der Tatsache, daß die USA seit über eineinhalb Jahren im Irak vergeblich nach Massenvernichtungswaffen suchen, nur als rechtswidrig und willkürlich bezeichnet werden kann, stellt sich die Frage, ob ihre Freilassung tatsächlich jemals geplant war. Einerseits steht die irakische "Übergangsregierung" unter der Kontrolle der US-Besatzer - selbst offiziellen Regelungen zufolge haben die USA die Kontrolle über "hochrangige Gefangene" wie die beiden Wissenschaftlerinnen behalten, andererseits lenkt dieser "Streit" zu effektiv von anderen Tatsachen ab, als daß ein Zufall glaubwürdig erscheint.

In den US-geführten Gefangenenlagern im Irak befinden sich sehr wohl auch weitere Frauen, die ebenso wie auch die männlichen Gefangenen, gefoltert und auch vergewaltigt werden.

Dabei handelt es sich bei den gefangengehaltenen Frauen sehr häufig nicht um Widerstandskämper, Verbrecher oder "Verdächtige", sondern schlicht und einfach um deren Ehefrauen, Töchter oder Schwestern. Auf diese Art soll dann die Aufgabe der tatsächlich gesuchten Person erreicht werden.

Während es nicht unwahr ist, daß faktisch auch die Freilassung der beiden Wissenschaftlerinnen gefordert wurde, so dürfte die Forderung in Wahrheit doch auf die anderen Frauen in US-Gefangenschaft abzielen.

Durch die ausschließliche Konzentration auf die beiden Wissenschaftlerinnen - nur wenige Berichte vergessen, ihre von den USA verliehenen Spitznamen "Dr. Bakterie" und "Frau Milzbrand" zu erwähnen - wird dies nicht nur verdrängt, zusätzlich werden hierdurch erneut Beziehungen zwischen der Regierung Saddam Husseins und Terrororganisationen angedeutet.





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