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Die nächste Terrorangst
08.10.2004








Am Freitag berichtete CNN, daß im Irak in den "vergangenen Monaten" zwei Datenträger gefunden worden sind, die "Photographien, Grundrisse und andere Daten" mehrerer US-amerikanischer Schulen enthielten.

Da die Datenträger in dem Artikel ausschließlich als "computer disks" bezeichnet werden kann nicht mit Sicherheit gesagt werden, ob es sich hierbei um Disketten, Festplatten oder CDs gehandelt hat.

Letztlich ist dies aber auch zweitrangig. Zwar wird mehrfach gesagt, daß es keine "konkreten Bedrohung beruhend auf den gefundenen Datenträgern" gäbe, andererseits wird aber auch betont, daß US-Schulen "in den vergangenen Wochen benachrichtigt worden sind, so daß sie [sich der Gefahr] bewußt sind und alle für notwendig erachteten Schritte ergreifen können".

"Staatliche und örtliche Polizeibehörden haben und darüber informiert, daß es notwendig ist, während dieser Wahlperiode die Sicherheit an den Schulen zu erhöhen", so der Leiter der Schulbehörde in Jones County, William Mathews Jr., in einem im vergangenen Monat an Eltern versandten Schreiben. Im selben Brief betonte er, daß "keinerlei Bedrohung gegen irgendeine Jones County-Schule ausgesprochen wurde oder vermutet wird".

Das FBI verschickte nach Auskunft eines Beamten der US-Heimatschutzbehörde einen Hinweis an Anti-Terror-Einheiten im ganzen Land.

Ein anderer Beamter sagte, die auf den Datenträgern gefundenen Informationen seien "alle ziemlich frisch".

Nach Auskunft der Behörden hat diese Information nichts mit einer Mitteilung des FBI und der Heimatschutzbehörde vom Mittwoch an Schulen und Polizeibehörden zu tun, die auf die Notwendigkeit der Sicherheit an Schulen hinwies.

Ein hochrangiger Beamter sagte, Analysten würden die Informationen untersuchen. Seiner Aussage nach sind Schulen zwar in früheren abgehörten Gesprächen und in Aussagen von Gefangenen als mögliche Anschlagsziele erwähnt worden, es gäbe aber keine aktuellen Hinweise.

"Es gibt keine Analyse der Geheimdienste, daß die irakischen Informationen oder Informationen aus Beslan oder andere Informationen darauf hindeuten, daß es einen Plan gäbe, eine Schule in den vereinigten Staaten anzugreifen", sagte Brian Roehrkasse, ein Sprecher der Heimatschutzbehörde.

Tatsächlich ist es offenbar kaum verwunderlich, daß die Datenträger im Irak "gefunden" wurden, da die Person, bei der diese Datenträger gefunden wurden, Verbindungen zu Organisationen hatte, die Planungen für Schulen im Irak durchführen. Der Gedanke, daß für diese Planungen existierende Schulen der USA als Beispiel herangezogen werden, ist sicherlich mehr als naheliegend.

Während die vehementen Leugnungen der Beamten also eher dazu angetan sind, den Verdacht eines bevorstehenden Anschlags zu verstärken handelt es sich offensichtlich in Wahrheit um einen vollständig nachvollziehbaren Vorgang, der nur für eine neue Terrorangst genutzt wird.





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