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Bomben in der "Grünen Zone"
14.10.2004








Wie AFP berichtete, sind am Donnerstag erstmals innerhalb der "Green Zone", der "Grünen Zone" in der irakischen Hauptstadt Baghdad, in der auch die US-"Botschaft" beheimatet ist, zwei Bomben explodiert. Dabei wurden nach US-Angaben mindestens 7 Menschen getötet und 8 weitere verletzt.

Das US-Militär bezeichnete drei der Getöteten als US-Bürger, machte aber keine Angaben zu den anderen Opfern. Ein Bombe explodierte in einem Basar, die andere bei dem Green Zone Cafe, wo erst in der vergangenen Woche eine Bombe gefunden und entschärft worden war. Mindestens eine der beiden Bomben soll von einem "Selbstmordattentäter" gezündet worden sein.

Auf einer Website wurde eine vorgeblich von der Organisation "Tawhid wal Jihad" stammende Erklärung veröffentlicht, in der die Organisation die Verantwortung übernahm.

"Zwei Löwen der Märtyrer-Brigade, die dem militärischen Flügel von Tawhid wal Jihad angehört, schafften es, das Gelände der US-Botschaft innerhalb der Grünen Zone in der Hauptstadt Baghdad zu betreten", so die Erklärung. "Diese Operation ist eine der erfolgreichsten, die von unseren Brüdern in der Gruppe Tawhid wal Jihad durchgeführt worden sind, Gott sei Dank."

Der "irakische Sicherheitsberater" Qassem Dawoud sagte bei einer Pressekonferenz, "Diese feigen Akte werden nicht unbestraft bleiben. Wir werden sie treffen, wo immer sie sind."

Tatsächlich wurde nur 20 Minuten nach den Explosionen bereits wieder die Stadt Fallujah bombardiert. Angeblich handelte es sich bei den angegriffenen Zielen um ein "vermutliches" Waffenlager und einen "Unterschlupf" der Organisation Abu Musab al-Zarqawis. Al-Jazeera zufolge wurden dabei mindestens ein Iraker getötet und 2 weitere verletzt.

Der "irakische Premierminister" Iyad Allawi hatte erst am Mittwoch einen Großangriff auf Fallujah angedroht, sollte die Bevölkerung der Stadt al-Zarqawi nicht ausliefern. Diese scheint allerdings vermehrt Zweifel an al-Zarqawis Existenz zu haben. So sagte einer der Vertreter der Stadt bei den Verhandlungen um eine friedliche Lösung, Hatem Karim, er wolle wissen, "welche Beweise es für al-Zarqawis Anwesenheit in Fallujah" gebe. "Wir hören diesen Namen, aber er existiert nicht", so Karim. Tatsächlich sagen selbst Mitglieder des US-Militärgeheimdienstes al-Zarqawi sei "mehr ein Mythos als ein Mensch".

Wer auch immer für den Angriff auf die "Grüne Zone" verantwortlich ist, so zeigt dieser Angriff doch, daß die Befürchtungen der USA, auch dort nicht mehr sicher zu sein, berechtigt waren. Auch landesweit ist die Gewalt in den letzten Tagen wieder stark angestiegen.

So wurden in der Nacht zum Donnerstag in der Stadt Qaim nahe der Grenze zu Syrien 15 Mitglieder der "irakischen Nationalgarde", die von Widerstandskämpfern als Kollaborateure betrachtet werden, bei einem Angriff getötet. Seit Montag wurden offiziellen US-Angaben zufolge insgesamt 14 US-Soldaten getötet.





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