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Vertreibungspolitik israelischer "Siedler"
15.10.2004








Radikale israelische "Siedler" versuchen Berichten zufolge offenbar alles, um die um ihre völkerrechtswidrig errichteten "Siedlungen" herum lebenden Palästinenser zu vertreiben und schrecken dabei auch nicht vor Gewalt zurück.

So berichtete die israelische Haaretz am Freitag, daß zwei "Siedler" von Sicherheitskräften festgenommen worden sind, weil sie beschuldigt werden, an einem Angriff auf Palästinenser beteiligt gewesen zu sein, die in der Nähe der Hügel von Hebron Oliven ernteten. Al-Jazeera zufolge wurde ein 28-jähriger Mann dabei schwer verletzt.

Die daraufhin zwischen der israelischen Armee der palästinensischen Verwaltung, Anführern der "Siedler" und mehreren Regierungsoberhäuptern von Dörfern getroffene Abmachung, der zufolge die Olivenernte in mehr als 30 Orten in der Umgegend von Nablus nur noch drei Tage im Jahr stattfinden darf, wird von den betroffenen Olivenbauern nicht akzeptiert.

"Die Armee weiß nur zu gut, daß es mehrere Wochen dauert, um hunderttausende Bäume abzuernten. Außerdem gibt es kein Gesetz auf dieser Erde, das Bauern daran hindert, ihre Ernte einzufahren", so ein Bauer in dem Ort Asira al-Qibliya.

Einem Haaretz-Bericht vom Dienstag zufolge vergiften israelische "Siedler" auch absichtlich von Palästinensern genutzte Brunnen.

Demnach wurden mehrfach benutzte Windeln und Tierkadaver in die Wasserversorgung des palästinensischen Ortes Madama eingebracht. Anwohner dieses Ortes - wie auch zahlreicher anderer - haben sich schon seit langem über "mysteriöse" Feuer in ihren Olivenplantagen und Feldern beklagt.

Die Vergiftung des Trinkwassers konnte auch durch mehrere Maßnahmen der Hilfsorganisation Oxfam nicht unterbunden werden, bei denen die Brunnen durch Betonplatten und Eisengitter verschlossen wurden. Diese wurden nur kurze Zeit später wieder aufgebrochen.

Eine Untersuchung, warum auch nach dem letzten Versuch der Sicherung der Brunnen das Wasser weiterhin verunreinigt ist, gestaltet sich schwierig, da die zum Schutz dieser Untersuchungen angefordertem israelischen Soldaten offenbar nur äußerst widerwillig gewährt werden. So dauerte es zwei Monate, bis der erste Brunnen untersucht werden konnte.

Angesichts eines Haaretz-Artikels vom Freitag ist es kaum verwunderlich, daß die Mitarbeiter der Hilfsorganisation Schutz einfordern.

Nach Angaben der israelischen Polizei werden israelische "Siedler" als Verantwortliche mehrerer Angriffen auf Mitarbeiter internationaler Hilfsorganisationen verdächtigt. Am vergangenen Samstag wurden fünf Friedensaktivisten angegriffen, als sie palästinensische Kinder zu einer Schule in dem Ort Al-Tuwani begleiteten. Ein Mitarbeiter einer italienischen Organisation und ein Mitarbeiter von Amnesty International mußten ärztlich behandelt werden, nachdem sie mit Knüppeln verprügelt wurden.

Auch Kim Lamberty von Christian Peacemaker Teams wurde verletzt, als sie und andere Aktivisten palästinensische Kinder begleiteten. Fünf maskierte Personen griffen sie an. Dabei wurde ihr ein Arm und ein Bein gebrochen. Sie stellte sich schließlich tot, damit von ihr angelassen wurde.

Auch sie ist sich sicher, daß die Täter von der Polizei zumindest nicht aktiv verfolgt, wenn nicht sogar gedeckt werden.

"Wir lagen dort über eine halbe Stunde, bevor die Polizei kam. Wir hätten schon längst umgebracht worden sein können", sagte sie. Bisher seien keine Verdächtigen verhaftet worden, "aber wenn die Angreifer Araber gewesen wären, hätten sie das ganze Dorf verhaftet und die Schuldigen gefunden", sagte Ezra Nawi, ein anderer Aktivist.

Die für diese Taten ursächlich Verantwortlichen mögen nur einige wenige radikale israelische "Siedler" sein, wenn sie hierbei aber durch Staatsorgane gedeckt werden ohne daß dies verfolgt wird, so ist auch der Staat Israel für ihre Taten verantwortlich.





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