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Die strahlenden Sieger
21.10.2004








Einem Bericht der italienischen Nachrichtenagentur AGI, daß bis Ende des Jahres 2003 bereits insgesamt 109 italienische Soldaten an den Folgen des Kontakts mit Uranmunition gestorben sind.

Nach Auskunft der Aufsichtsgruppe für die Gesundheit des italienischen Militärs starben damit 41 Prozent der während des aktiven Dienstes gestorbenen Soldaten an Erkrankungen. "Die Gesamtzahl von 109 Todesfällen übersteigt die Gesamtzahl der Personen, die als Folge von Straßenunfällen gestorben sind. Jeder, der die Bedeutung dieser Zahlen leugnet, tut dies arglistig und die Wahrheit ist, daß unsere Soldaten da draußen sterben, weil sie nicht ausreichend gegen abgereichertes Uran geschützt sind", so Domenico Leggiero von der Aufsichtsorganisation.

Aufgrund des Zeitraums kann davon ausgegangen werden, daß die betroffenen italienischen Soldaten während ihres Einsatzes im Kosovo mit "abgereichertem" Uran (DU) in Kontakt gekommen sind. Dieser Einsatz begann im Jahr 1999. Italien hat sich seitdem mit bis rund 3.000 Soldaten an der KFOR-Truppe beteiligt.

Selbst wenn man vernachlässigt, daß eine durch DU verursachte Erkrankung in den allermeisten Fällen nicht kurzfristig zum Tod führt, so hatten bei einer üblichen Einsatzdauer von sechs Monaten nur 27.000 Soldaten die "Gelegenheit", mit "abgereichertem" Uran in Berührung zu kommen. 0,4 Prozent der dort eingesetzten Soldaten sind demnach bereits verstorben.

Dieses Verhältnis dürfte sich auch bei der Bevölkerung des Kosovo von fast zwei Millionen Menschen in einem zumindest ähnlichen Verhältnis wiederfinden. Schätzungen zufolge waren dort 100 bis 200 Tonnen Uranmunition eingesetzt worden.

Blickt man nun zum Irak mit seinen über 25 Millionen Einwohnern und der geschätzten Zahl von 1.100 bis 2.200 Tonnen eingesetzter Uranmunition, so wird einmal mehr deutlich, warum der Einsatz dieser Waffen bereits als "Totalmord" bezeichnet worden ist.

Wie der KnightRidder am Mittwoch meldete, hat mittlerweile der dritte Truppenaustausch von US-Soldaten im Irak begonnen. Damit werden bald über 300.000 US-Soldaten mit einer großen Wahrscheinlichkeit mit Uranmunition in Kontakt gekommen sein werden.

Die Folgen für die irakische Bevölkerung, die den Folgen dieses Waffeneinsatzes über einen noch weitaus längeren Zeitraum ausgesetzt sein wird, werden noch ungleich schwerwiegender sein. Bereits als Folge der "nur" 350 bis 750 Tonnen im "1. Golfkrieg" eingesetzten Uranmunition hat sich die Zahl von Krebsfällen bei irakischen Kindern versechsfacht. Die Zahl von Geburtsfehlern und Leukämie hat sich seitdem verdreifacht.





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