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US-Propaganda geht weiter
26.10.2004








Am Dienstag meldete AP unter Berufung auf eine Erklärung des US-Militärs, daß bei einem Bombenangriff auf die irakische Stadt Fallujah ("Falludscha") erneut ein Helfer von Abu Musab al-Zarqawi getötet worden ist.

Gegen 03:00 Uhr morgens ist demnach ein "bekannter Unterschlupf von al-Zarqawis Terrororganisation" bombardiert worden, wobei ein "bekanntes Mitglied" der Organisation getötet worden sei.

Al-Jazeera berichtete andererseits unter Berufung auf Anwohner, daß zwar mehrere - nicht nur eines wie nach US-Angaben - Häuser zerstört wurden, diese aber leergestanden hätten, da ihre Bewohner die Stadt aufgrund des anhaltenden Bombardements der Stadt durch die USA bereits verlassen hätten.

"Wie Sie sehen können, gehören diese Häuser sehr armen und einfachen Menschen. Sie verließen ihre Häuser wegen des Bombardements, das uns [erneut] um 03:00 Uhr geweckt hat", so ein Zeuge. "Wir haben friedlich geschlafen. Ich weiß nicht, was sie damit erreichen wollen. Gibt es hier Mujaheddin? Gibt es hier al-Zarqawi?"

Krankenhausmitarbeiter sagten, es wären keinerlei Opfer eingeliefert worden.

Da die Stadt von US-Soldaten selbst nicht betreten werden kann, ist davon auszugehen, daß die "sicheren Quellen", auf die sich das US-Militär bei seiner Zielauswahl bezieht, bezahlte Spione sind. Daß diese Methode ebenso häufig wie sinnlos ist, bestätigten bereits Geheimdienstmitarbeiter.

Im besten Fall geht es dem Informanten dabei nur darum, von den USA - äußerst großzügig - bezahlt zu werden, was dann zur Bombardierung eines leerstehenden Hauses führt, schlimmstenfalls wird dies aber auch genutzt, um eine "offene Rechnung" zu begleichen.

Die Tatsache, daß die USA trotz zahlreicher Berichte, die eindeutig belegen, daß überwiegend, wenn nicht gar ausschließlich Zivilisten durch die "Präzisionsschläge" getötet werden, zeigt die Gleichgültigkeit des US-Militärs und der US-Regierung gegenüber zivilen Opfern. Es zeigt aber auch, daß dies offenbar als einzige Möglichkeit wahrgenommen wird, überhaupt "Erfolge" an die Medien melden zu können, da der militärische Nutzen nicht nur gleich null ist, sondern die Menschen im Irak immer mehr gegen die Besatzer aufbringt, wie auch eine Solidaritätserklärung Muqtada al-Sadrs erneut bewiesen hat.

Ähnlichkeiten mit der deutschen "Berichterstattung" über die "Luftschlacht um England" im 2. Weltkrieg sind hier kaum noch von der Hand zu weisen.





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