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Sprengstoff nach Invasion gestohlen
29.10.2004








Am Donnerstag veröffentlichte der US-Fernsehsender ABC ein Video, das belegt, daß die aus der irakischen Forschungsanlage Al-Qaqaa verschwundenen 377 Tonnen Sprengstoff zum Zeitpunkt der US-Invasion noch dort lagerten.

Eine Gruppe von Journalisten war in der Einheit, die am 18. April 2003 in Al-Qaqaa ankam, der 101st Airborne Division, "eingebettet". Die Journalisten filmten Soldaten, wie sie mehrere Gebäude der Anlage durchsuchten und verschlossene Bunker aufbrachen.

Auf den Videoaufnahmen sind auch Fässer zu sehen, die nach Expertenmeinung den Sprengstoff enthielten.

"Ich habe mit einem ehemaligen Waffeninspektor, der ein Kollege von mir ist, gesprochen und er hat bestätigt, daß diese Bilder tatsächlich genau so aussehen, wie das, was er im Innern dieser Bunker gesehen hat", sagte David Albright, Präsident des "Institute for Science and International Security" in Washington.

Auf den Bildern ist auch zu sehen, wie die Soldaten einen Bunker öffnen, der mit dem Siegel der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) verschlossen worden war.

"Das Siegel ist entscheidend", so Albright. "Die Tatsache, daß es eine Aufnahme gibt, auf der anscheinend ein IAEA-Siegel zu sehen ist, bedeutet, daß das hinter diesen verschlossenen Türen HMX ist. Sie haben nur Bunker versiegelt, in denen HMX war."

Der Journalist Joe Caffrey erinnert sich, daß er Iraker gesehen hat, die die Journalisten und die Soldaten beim Durchsuchen der Bunker beobachteten. Nach den Durchsuchungen wurden die Bunker von den Soldaten offengelassen.

"Wir waren nicht sicher, was wir da sahen", sagte er. "Aber wir sahen so viel davon und es hatte nicht den Anschein, daß es in irgendeiner Weise gesichert worden wäre. Es war mehrere Kilometer von dort entfernt, wo Militärpersonal in ihren Zelten waren."

Angesichts der Tatsache, daß US-Soldaten im ganzen Land nach der Invasion tatenlos bei Plünderungen zugesehen haben, kann es kaum verwundern, daß dies auch in Al-Qaqaa geschehen ist.

In diesem Fall ist allerdings eine Menge Sprengstoff verschwunden, die zeitgleich gezündet die Stärke einer taktischen Atomwaffe hätte - wenn sie auch wesentlich "unhandlicher" ist.





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