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F-16 feuert in USA auf Schule
05.11.2004








Eine AP-Meldung vom Freitag weckt einmal mehr ernste Zweifel an den Fähigkeiten der Piloten des US-Militärs - die nach offizieller Darstellung täglich "Präzisionsschläge" im Irak durchführen.

Gegen 23:00 Uhr war es am Donnerstag in dem kleinen Ort Little Egg Harbor im US-Bundesstaat New Jersey schon lange dunkel. Und mit der Dunkelheit war auch die Stille gekommen, die aber vom Düsentriebwerk einer entfernten F-16 gestört wurde, wie es häufig dank des in sechs Kilometer Entfernung gelegenen Truppenübungsplatzes "Warren Grove" der Luftwaffe der US-Nationalgarde geschieht.

Für den Verwalter der Realschule des Ortes war es ein ebenso ruhiger Tag gewesen, da die Schüler aufgrund einer landesweiten Lehrertagung schulfrei hatten.

Als er schließlich etwas hörte, daß klang, als würde jemand über das Dach der Schule laufen, verständigte er die örtliche Polizei. Wäre er zu dem Zeitpunkt in der Nähe der in mehr als 2.000 Meter Höhe fliegenden F-16 gewesen, so hätte er neben dem Triebwerk noch ein Geräusch wie von einer Schlagbohrmaschine hören können.

Der Pilot der Maschine, dessen Namen zu nennen sich das Militär weigerte, hatte seine Bordkanone statt auf ein Übungsziel auf die Schule des Ortes abgefeuert.

25 Kugeln der 20-Millimeter-Munition trafen die Schule und den davor liegenden Parkplatz. Polizisten fanden zahlreiche Löcher im Dach der Schule, herabgefallene Deckenplatten und Schrammen auf dem Asphalt.

Oberst Brian Webster, der für den Übungsplatz verantwortliche Kommandeur, sagte, die Kanone vom Typ M61-A1 "Vulcan" sei mit nicht-explodierender Munition - offenbar also Übungsmunition - geladen gewesen. Bisher gäbe es keine Erklärung für den Vorfall, es wurde aber eine Untersuchung eingeleitet.

Das Verfehlen eines Zieles um mindestens sechs Kilometer ist sicherlich kaum geeignet, daß Vertrauen in die Treffsicherheit der US-Luftwaffe zu erhöhen. Zwar handelte es sich möglicherweise um einen noch in der Ausbildung befindlichen Piloten, andererseits war er aber nicht dem Streß eines wirklichen Kampfeinsatzes, bei dem auch mit gegnerischem Beschuß gerechnet werden muß, ausgesetzt.





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