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Islamische Gelehrte fordern Widerstand
06.11.2004








Wie IslamOnline am Samstag berichtete, haben zahlreiche islamische Gelehrte in Saudi-Arabien Muslime dazu aufgefordert, der Besatzung des Iraks durch die USA Widerstand zu leisten.

"Jihad gegen die Besatzer ist eine Pflicht für alle Tauglichen und erfordert keine allgemeine Führung", so die 26 Gelehrten in einem offenen Brief an das irakische Volk.

"Widerstand ist ein legitimes Recht und die islamische Rechtslehre verpflichtet das irakische Volk dazu, sich, seine Ehre, sein Land, sein Öl und seine Zukunft gegen die kolonialistische Allianz zu verteidigen, wie es es in der Vergangenheit gegen den britischen Kolonialismus getan hat", so die Gelehrten. Die "Besatzer sind zweifellos kriegführende Aggressoren, gegen die Religionen zum Kampf aufrufen, bis sie sich geschlagen zurückziehen ... wie auch das Gesetz das Recht des Volkes zum Kampf anerkennt", so die Unterzeichner des Brief, zu denen auch so angesehene Gelehrte wie Safar al-Hawali, Nasser al-Omar, Salman al-Oadah, al-Sharif Hatem al-Awni, Awad al-Qarni und Saud al-Fenesan gehören.

"Jegliche Unterstützung für militärische Operationen der Besatzungskräfte ist unrechtmäßig und gleichbedeutend mit der Unterstützung von Sünde und Aggression", sagten sie.

Sie wiederholten aber auch, daß sich Angriffe des Widerstands nicht gegen Muslime - wobei hier allerdings Kollaborateure kaum als "Muslime" angesehen werden - und Zivilisten anderer Länder, die keine Soldaten in den Irak entsandt haben, richten dürften. Demnach würde es "den höchsten Interessen des Islams und der Muslime im Irak und weltweit" dienen, Menschen zu verschonen, die für Medienunternehmen und aus humanitären oder anderen Gründen, die nicht die Besatzung unterstützen, im Irak sind.

Auch betonten sie die Wichtigkeit der Einigkeit innerhalb der unterschiedlichen Glaubensrichtungen im Irak. "Interne Kämpfe würden nur den Juden dienen, die sich in das vom Krieg zerrissene Land schleichen als auch den Besatzungskräften, die daran arbeiten, zu Spaltungen zwischen den Irakern anzutreiben um so ihre Anwesenheit im Irak zu festigen."

Sie beschuldigten "ausländische Hände", einen Keil zwischen die Glaubensrichtungen im Irak zu treiben und forderten die Muslime weltweit auf, dem Irak beim Wiederaufbau Hilfe zu leisten.

Da die in Saudi-Arabien vorherrschende sunnitische Glaubensrichtung die gleiche wie in der von US-Truppen belagerten und täglich bombardierten irakischen Stadt Fallujah ist, ist diese Reaktion kaum verwunderlich. Allerdings ist dieser offene Brief an Klarheit kaum zu überbieten, was für die USA zusätzliche Probleme aufwerfen dürfte, da Saudi-Arabien bisher einen bedeutenden Stützpunkt für die USA im mittleren Osten darstellt.





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