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"Wie Hitler im 2. Weltkrieg"
07.11.2004








Am Samstag berichtete Scottish TV über die belagerte irakische Stadt Fallujah (Falludscha), der ein großangelegter Erstürmungsversuch des US-Militärs unmittelbar bevorzustehen scheint.

Bei einer Antikriegsdemonstration in der schottischen Stadt Glasgow sagte der Iraker Mahmood al-Sabbagh: "Fallujah wird wie Glasgow sein, wenn hier Invasoren wären, als wenn Hitler im 2. Weltkrieg hierher gekommen wäre. Es ist ganz genau das gleiche." Den bisher verfügbaren Informationen zufolge scheint dieser Vergleich bisher zwar nicht wirklich angebracht, da es demnach im Irak nicht zu gezielten Massentötungen - sondern nur über 100.000 "Kollateralschäden" - gekommen ist, dies zeigt aber nur zu deutlich die Wut und die Verzweiflung der irakischen Bevölkerung gegenüber den US-amerikanischen Besatzern.

Eine ebenfalls am Samstag auf News24.com veröffentlichte Meldung zeigt nur zu deutlich, woher diese Wut der irakischen Bevölkerung stammt. Dem Bericht zufolge wurde ein in Fallujah mit saudi-arabischen Spendengeldern erbautes und erst vor zwei Wochen fertiggestelltes Krankenhaus am Samstagmorgen von zwei Raketen des US-Militärs getroffen und zerstört.

Ganz abgesehen von der Tatsache, daß ein Angriff auf ein Krankenhaus internationalem Recht zufolge ein schwerwiegendes Kriegsverbrechen darstellt, drängt sich hier sicherlich der Verdacht auf, daß der Bevölkerung der Stadt bei der bevorstehenden Großoffensive des US-Militärs eine qualifizierte ärztliche Behandlung möglichst versagt bleiben soll.

Eine Äußerung des Obersts der US-Marines Gary Brandl läßt hier allerdings kaum noch Raum für Verwunderung über derart offensichtliche Kriegsverbrechen.

"Der Feind hat ein Gesicht. Es ist das von Satan. Er ist in Fallujah und wir werden ihn zerstören", so Brandl.

Wenn ein derart hochrangiges Mitglied des Militärs glaubt, sich auf einer "heiligen Mission" gegen den Satan zu befinden, so ist das rücksichtslose Verhalten des US-Militärs gegenüber der irakischen Bevölkerung und insbesondere den Menschen in Fallujah gegenüber sicherlich nicht mehr erstaunlich.





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