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USA setzen Phosphor ein
10.11.2004








Einem Bericht der Washington Post vom Mittwoch zufolge setzt das US-Militär bei der Großoffensive gegen die irakische Stadt Fallujah (Falludscha) auch Chemiewaffen ein.

Demnach feuerten mehrere Artilleriegeschütze der USA Granaten ab, die weißen Phosphor enthielten und bei ihrem Einschlag eine Feuerwand erzeugen, die nicht mit Wasser gelöscht werden kann. Weißer Phosphor beginnt allein durch den Kontakt mit dem in der Luft enthaltenen Sauerstoff mit einer Temperatur von 1.300 Grad Celsius zu brennen. Er ist die reaktionsstärkste Form des Phosphors und wurde daher bereits im 2. Weltkrieg unter anderem gegen deutsche Städte eingesetzt. Neben der Brandwirkung und den verheerenden Verletzungen, die Hautkontakt schon bei kleinen Mengen verursacht, ist der Stoff außerdem hochgiftig. Bereits 50 Milligramm werden als tödliche Dosis angesehen. Der Tod tritt bei einer solchen Vergiftung innerhalb von 5 bis 10 Tagen ein.

Durch die giftige Wirkung des weißen Phosphors und des bei seiner Verbrennung entstehenden Rauchs ist dieser Stoff als Chemiewaffe einzustufen. Der Einsatz solcher Brandstoffe in einer Stadt, wo die Verletzung oder Tötung von Zivilisten höchstwahrscheinlich ist, ist zweifellos als ein weiteres Kriegsverbrechen zu bezeichnen. Der Einsatz von weißem Phosphor ist aufgrund der Giftigkeit des Stoffes noch weitaus mehr zu verurteilen als der bereits vorangegangene Einsatz von Napalm im Irak.

So wurde auch im Zusatzprotokoll von 1977 zur Genfer Konvention erneut der Einsatz von Waffen, die überflüssiges Leiden oder übermäßige Verletzungen hervorrufen, verboten.

Kamal Hadeethi, ein Arzt in einem Krankenhaus der Stadt, sagte: "Die Körper der Mujaheddin, die zu uns gebracht wurden, waren verbrannt und manche Körper waren geschmolzen."





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