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Strom verletzter US-Soldaten
11.11.2004








Wie AP am Donnerstag berichtete, trifft derzeit ein "beständiger Strom" von im Irak verwundeten US-Soldaten in der US-Basis in Landstuhl, dem größten Krankenhaus des US-Militärs in Europa, ein.

"Wir sind sehr beschäftigt", sagte die Sprecherin Marie Shaw. "Wir haben einen Anstieg in der Ankunft von Patienten seit dem Ausbruch des Konflikts in Fallujah gesehen."

Nach ihren Angaben wurden am Montag 38, am Dienstag 23 und am Mittwoch 64 US-Soldaten eingeliefert, die im Irak nicht behandelt werden konnten. Weitere zwei Flugzeuge mit jeweils 90 Verletzten erwartete sie noch am Donnerstag. Die Gesamtzahl der aus dem Irak wegen schwerer Verletzungen allein nach Landstuhl ausgeflogenen US-Soldaten beträgt in diesen vier Tagen also schon 305.

Auch ein am Mittwoch von der britischen BBC veröffentlichter Bericht des Journalisten Fadhil Badrani aus Fallujah belegt, daß die Darstellung des US-Militärs der Großoffensive gegen die Stadt nicht der Wahrheit entsprechen kann.

"Egal, wo ich hinging, fand ich zerstörte Gebäude und Körper - Anwohner und Kämpfer - die in den Straßen getötet worden waren.

Ich sah auch vier stark beschädigte US-Panzer und drei verlassene Humvees.

In der Gegend von Hasbiyyah zählte ich die Körper von mindestens 6 am Boden liegenden US-Soldaten.

Einige von ihnen waren schwer verstümmelt, mit mehreren abgerissenen Teilen. Andere waren in einem besseren Zustand, als wären sie von Schußwaffen getroffen worden.

Ich sah zwei US-Soldaten, die sich noch an ihre Waffen klammerten. Aber die meisten ihrer Waffen waren verschwunden", berichtete Badrani.

Er bestätigte zumindest teilweise auch eine Behauptung des "Berichts des Irakischen Widerstands" vom Donnerstag.

"Ich glaube, es ist irreführend zu sagen, daß die USA 70 Prozent der Stadt kontrollieren, da die Kämpfer ständig in Bewegung sind.

Sie gehen von Straße zu Straße, greifen die Armee an einem Ort an, lassen sie an einem anderen passieren, um sie später angreifen zu können", so Badrani.

Der "Widerstandsbericht" - der sicherlich grundsätzlich auch als Propaganda anzusehen ist - besagte, daß die Widerstandskämpfer am Mittwochabend das US-Militär absichtlich bis in die Stadtmitte vordringen gelassen hätten, um sie dort anzugreifen.

In der Nacht seien die US-Soldaten dann sowohl von innerhalb als auch von außerhalb der Stadt angegriffen worden, so daß sie sich zumindest teilweise aus der Stadt zurückgezogen hätten.

Der Angriff von der Rückseite der Belagerer soll dabei von den Orten al-Karmah und as-Saqlawiyah aus erfolgt sein. Neben zahlreichen Mörsern seien dabei auch mehr als 55 Raketen auf US-Stellungen abgefeuert worden sein.

Allein betrachtet scheint dieser "Widerstandsbericht" kaum glaubwürdiger als Meldungen des US-Militärs, die Bildung eines "Mittelwerts" dürfte aber zu einer deutlichen Annäherung an die Wahrheit führen.

Am Donnerstag gab das US-Militär zu, daß 2 US-Kampfhubschrauber vom Typ AH-1 "Super Cobra" in der Nähe von Fallujah abgeschossen worden sind. Die Besatzungen seien dabei allerdings nicht verletzt worden.





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