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Keine Hilfe für Fallujah
14.11.2004








Einem Bericht Al-Jazeeras vom Sonntag zufolge sind die in der irakischen Stadt Fallujah verbliebenen, auf 60.000 Menschen geschätzten Bewohner weiterhin durch das US-Militär von jeglicher Versorgung abgeschnitten.

Hilfslieferungen des Roten Halbmonds wurden nach Freitag zwar "in die Stadt" hineingelassen, allerdings schon am Krankenhaus kurz vor der Stadtgrenze durch US-Soldaten erneut angehalten.

"Wir sind jetzt im Krankenhaus von Fallujah, außerhalb der Stadt. Niemand ist in dem Krankenhaus außer den Angestellten, die nichts tun", sagte Abu Fahd, ein Mitglied des Hilfskonvois gegenüber Al-Jazeera. "Der Hilfskonvoi möchte ausschließlich aus humanitären Gründen in die Stadt Fallujah hinein, um Frauen, Kinder und alte Menschen zu retten."

"Keinem der verwundeten Anwohner wird es gestattet, zu dem Krankenhaus zu kommen, während es jenen außerhalb nicht erlaubt wird, in die Stadt hineinzugehen", so Abu Fahd. Ein großer Teil der Bevölkerung war vor dem wochenlangen schweren Bombardement des US-Militärs aus der Stadt geflohen, allerdings ohne ausreichende Versorgungsmöglichkeiten, so daß sie sich nun gezwungen sehen, nach Fallujah zurückzukehren.

"Die Stadt leidet unter der Unterbrechung der Strom und Wasserversorgung. Es gibt auch keine Medikamente oder Krankenwagen. Die Verletzten und die Toten sind jetzt in den Straßen. Viele Familien wollen aus ihren Häusern herausgehen, aber sie haben keine anderen Unterkünfte, zu denen sie gehen könnten.", sagte er.

"Die US-Streitkräfte haben uns daran gehindert, in die Stadt zu fahren und behauptet, es sei nicht sicher. US-Soldaten haben gesagt, sie würden 80 Prozent der Stadt kontrollieren. Ich habe sie darum gebeten, die Hilfskräfte in die Gebiete zu lassen, die sie kontrollieren, um Frauen, Kindern und alten Menschen humanitäre Hilfe zu leisten und die Verletzten ins Krankenhaus zu bringen, aber sie haben abgelehnt", sagte Abu Fahd.

"Ich hoffe, die Vereinten Nationen werden unsere Appelle anhören", sagte er.

Das US-Militär stellte sich allerdings auf den Standpunkt, daß keine Hilfslieferungen in der Stadt benötigt würden.

"Es gibt keinen Grund, Hilfsgüter [des Roten Halbmonds] hineinzubringen, weil wir selbst Hilfsgüter für die Menschen haben", sagte der Oberst der US-Marines Mike Shupp.

Er habe von keinen irakischen Zivilisten gehört, die innerhalb der Stadt gefangen seien und glaubte auch nicht, daß dies der Fall sei, was sicherlich auch eine Erklärung für das rücksichtslose Vorgehen des US-Militärs in der Stadt sein dürfte.





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