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Die täglichen Lügen
14.11.2004








Betrachtet man verschiedene Meldungen der letzten Tage, so erwecken diese zumindest den Eindruck, als würden US-Soldaten aber auch Journalisten entweder nicht einmal die einfachsten Grundlagen der Mathematik beherrschen - oder diese absichtlich ignorieren.

Wie hier bereits am Donnerstag gemeldet, schätzte Marie Shaw, die Sprecherin der US-Basis in Landstuhl, dem größten US-Militärkrankenhaus in Europa, die Zahl der in dieser Woche bis dahin eingeflogenen verwundeten US-Soldaten auf 305.

Ihren Angaben zufolge waren am Montag 38, am Dienstag 23 und am Mittwoch 64 so schwer verwundete oder erkrankte, daß sie nicht vor Ort behandelt werden konnten, US-Soldaten eingeliefert worden. Für den Donnerstag erwartete sie die Ankunft zweier weiterer Flugzeuge mit jeweils "ungefähr" 90 Verwundeten.

Am Sonntag nun meldete AP unter Berufung auf die Kommandeurin des Krankenhauses der Basis inLandstuhl, Oberst Rhonda Cornum, daß dort in dieser Woche seit Montag insgesamt 419 Patienten eingeliefert worden seien.

Auch sie machte genauere Angaben zu den an einzelnen Tagen eingelieferten verwundeten und erkrankten Soldaten. Demzufolge kamen am Donnerstag 98, am Freitag 44, am Samstag 94 und am Sonntag "über 100" per Flugzeug an.

Die unterschiedlichen Angaben für den Donnerstag mag man dabei noch damit erklären, daß die Angaben Shaws nur eine "Schätzung" darstellten. Nimmt man also für diesen Tag die niedrigere Zahl an, so ergibt sich folgendes Bild.

Montag 38 Einlieferungen
Dienstag 23 Einlieferungen
Mittwoch 64 Einlieferungen
Donnerstag 98 Einlieferungen
Freitag 44 Einlieferungen
Samstag 94 Einlieferungen und
Sonntag - mindestens - 101 Einlieferungen

Zusammen wurden in dieser Woche also offenbar in Wahrheit mindestens 462 erkrankte und verwundete US-Soldaten per Flugzeug nach Landstuhl gebracht, also - mindestens - 43 Personen beziehungsweise über 10 Prozent mehr als von der Kommandeurin des Krankenhauses angegeben.

Es kann sicherlich davon ausgegangen werden, daß die Ermittlung der Zahl der im Irak getöteten US-Soldaten ähnlich "präzise" erfolgt.





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