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Luxuszellen für Folterknechte
15.11.2004








Offiziell war Jonathan "Jack" Idema, ein früheres Mitglied der Eliteeinheit "Green Berets", auf eigene Faust in Afghanistan "tätig". Demnach betrieb er zusammen mit mehreren anderen Männern ein privates Gefängnis, nahm Menschen gefangen, von denen er glaubte, es könnte sich um "Terroristen" handeln und folterte diese auch.

Das US-Militär und der US-Geheimdienst haben ihm dabei zwar offenbar mehr als nur hilfreich zur Seite gestanden - mehrere Gefangene wurden von Idema an das US-Militär übergeben, so daß diesem bekannt sein mußte, was er tat - hatten aber vorgeblich keine Ahnung, was er tat.

Der Verdacht, daß Idema "in geheimer Mission" der US-Regierung in Afghanistan tätig war, ist hier sicherlich naheliegend. Auch die Tatsache, daß jegliche Verbindung seitens der USA geleugnet wurde, paßt hier ins Bild. Idema selbst zeigte sich allerdings wenig begeistert davon, derart fallengelassen zu werden und beschuldigte das FBI, zahllose Beweismittel, die seine Verbindungen zu FBI, CIA, dem US-Verteidigungsministerium und dem US-Militär belegten, beiseitegeschafft zu haben.

Mitte September waren Idema und Brent Bennett zu jeweils 10 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Edward Carabello erhielt eine Gefängnisstrafe von 8 Jahren.

Am Sonntag nun veröffentlichte der britische Scotsman einen Artikel, dem zufolge Idema und die anderen beiden Verurteilten zwar - bisher - tatsächlich Gefängnisinsassen sind, die Umstände ihrer Gefangenschaft allerdings wesentlich "angenehmer" als dies für gewöhnliche afghanische Gefangene der Fall ist.

Hinter den von Einschlagslöchern von Kugeln übersäten Mauern des Gefängnisses Pol-i-Charki, einem Gefängnis aus der Zeit der Besatzung des Landes durch die sowjetischen Truppen, sind Idema und seinen beiden "Partnern" neue "Zellen" zugewiesen worden.

Im krassen Gegensatz zu den eher alptraumhaften Bedingungen, unter denen die übrigen Insassen des Gefängnisses leiden, steht diesen "Gefangenen" geradezu unbegrenzter Luxus zur Verfügung.

Ihre "Zellen" haben in Wahrheit mehr Ähnlichkeit mit den Luxussuiten von Hotels. Ihnen stehen jeweils mehrere Zimmer, eigene Küchen und eigene Badezimmer zur Verfügung. Auch an Perserteppiche und Satellitenfernsehen wurde gedacht. Als "Ergänzung" zu der Gefängnisverpflegung werden sie regelmäßig mit Fertiggerichten, Schokolade und anderen Knabberartikeln aus Geschäften, die vorrangig Besatzer und "westliche" Geschäftsleute versorgen, beliefert.

Dieser Gefängnisaufenthalt, der verglichen mit den üblichen Haftbedingungen in dem Gefängnis - und dem restlichen Afghanistan - eher einem Luxusurlaub gleichkommt, ist aber mitnichten das Ende der Geschichte.

Vielmehr existieren bereits zahlreiche Gerüchte, daß alle drei aufgrund eines "Geschäfts" zwischen der Regierung der USA und der "afghanischen Regierung" freigelassen werden sollen.

"Dies wurde offenbar zwischen Washington und Afghanistan vereinbart, bevor das verfahren begonnen hatte", sagte ein Insider. "Der Gedanke war, daß sie zumindest ein bißchen Zeit absitzen um zu zeigen, daß der Gerechtigkeit Genüge getan wurde, aber dann kurze Zeit später in der Berufung freigelassen würden, um die Sache zu beenden."

Das Berufungsverfahren soll noch in diesem Monat beginnen. Dank der "erleichterten Haftbedingungen" wird den drei "Gefangenen" die Wartezeit nicht allzu lang werden.





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