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18.11.2004








Der für den arabischen Fernsehsender Al-Arabiya arbeitende irakische Journalist Abdel Kader al-Saadi befindet sich bereits 7 Tage in Gefangenschaft des US-Militärs.

Die internationale Journalistenorganisation "Reporter ohne Grenzen" forderte am Mittwoch al-Saadis umgehende Freilassung.

"Wir fordern die sofortige Freilassung von Abdel Kader al-Saadi, der seit 6 Tagen festgehalten wird", schrieb die Organisation an Generalleutnant John F. Sattler, den Kommandeur des "First Expeditionary Corps" der US-Marines in Fallujah. "Die amerikanischen Behörden müssen zumindest die Gründe für seine fortgesetzte Inhaftierung darlegen."

Der selbst aus Fallujah stammende Journalist war in der Stadt geblieben um von dort zu berichten und hatte schließlich am 11. November zusammen mit einer größeren Zahl weiterer Zivilisten der Anordnung des US-Militärs Folge geleistet und sich den US-Soldaten in einer Moschee ergeben. Al-Arabiya zufolge wurden er und die anderen Zivilisten daraufhin gefangengenommen. Al-Saadi trug zu dem Zeitpunkt eindeutige Beweise für seine journalistische Tätigkeit bei sich.

Das US-Militär bestätigte, daß al-Saadi festgehalten würde, nannte hierfür aber keine Gründe. Er werde "so schnell wie möglich" freigelassen.

Da gegen al-Saadi offenbar keine Vorwürfe existieren, die seine Gefangennahme - und erst recht nicht seine bereits einwöchige Gefangenschaft - rechtfertigen würden, muß angenommen werden, daß seine andauernde Gefangenschaft mit seiner Tätigkeit als Journalist zusammenhängt.

Angesichts zahlreicher von US-Soldaten in der Stadt begangener Kriegsverbrechen stellt ein unabhängiger Journalist zweifellos eine größere Gefahr ihrer Aufdeckung und Dokumentation dar als die bei US-Einheiten "Eingebetteten".





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