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Widerstand erfaßt Baghdad
20.11.2004








Einem Al-Jazeera-Bericht aber auch einem Artikel der New York Times zufolge ist es am Samstag in mehreren Städten im Irak, insbesondere auch in der Hauptstadt Baghdad, zu schweren Kämpfen gekommen.

Der starke Anstieg der Angriffe von Widerstandskämpfern auf US-Soldaten in Baghdad dürfte dabei zum großen Teil auf das von US-Soldaten in der größten sunnitischen Moschee der Stadt verübte Massaker zurückzuführen sein.

Insbesondere im Stadtteil Azamiyah, in dem sich auch die Moschee Abu Hanifa steht, kam es dabei tagsüber zu offenen Kämpfen zwischen US-Soldaten und Widerstandskämpfern. Einem AP-Bericht zufolge war dort ein brennender Humvee des US-Militärs zu sehen in dessen Innern sich AP-Filmaufnahmen zufolge offenbar noch der Körper des Fahrers befand. "Etliche" weitere gepanzerte US-Fahrzeuge brannten demnach ebenfalls. Im gleichen Stadtteil wurde auch bei Tagesanbruch eine Polizeistation angegriffen. Dabei wurde ein Polizist getötet.

Am frühen Samstagmorgen ist nach US-Angaben ein weiterer US-Soldat getötet worden, als seine Patrouille in ein "Trommelfeuer von Schußwaffen, Panzerfäusten und Bomben" kam. 9 weitere Soldaten wurden hier verletzt.

Im Stadtteil Khadra explodierte eine Bombe als eine US-Patrouille vorbeifuhr. Hier wurden nach Aussage des Polizisten Ali Hussein zwei US-Soldaten verletzt.

Gegen Mittag explodierte eine Autobombe an einer Kreuzung der Saadoun-Straße, die sich gegen einen Konvoi eines "privaten Sicherheitsunternehmens" - also Söldner - richtete.

Im Westen der Stadt wurden 4 Mitarbeiter des "Ministeriums" für Bauwesen, darunter eine leitende Beraterin, erschossen.

In einer anderen Meldung berichtete Al-Jazeera, daß es auch in den Stadtteilen al-Gazaliya, al-Amariya, auf dem Antar-Platz und in der Haifa-Straße zu Kämpfen gekommen ist.

Der Journalist Ziad al-Samarrai sagte gegenüber Al-Jazeera, daß sich die Kämpfe auf andere Stadtteile, darunter auch al-Dura, ausweiten.

Auch in Ramadi, Mosul sowie Fallujah kam es erneut zu schweren Kämpfen.

Insbesondere die Zunahme der Gewalt in der irakischen Hauptstadt kann als klares Indiz dafür gewertet werden, daß den US-Besatzern die Kontrolle über das Land mehr und mehr entgleitet. Dies könnte auch eine mögliche Erklärung für die massive Provokation in der Moschee Abu Hanifa sein.





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