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Erfolg für die CIA
21.11.2004








Websites, die eine tiefgehende Verstrickung der amerikanischen CIA in den internationalen Drogenhandel belegen sind mindestens so zahlreich wie ebensolche Bücher - hier sei nur auf "Im Namen des Staates" von Andreas von Bülow und das englischsprachige "White-out: CIA, Drugs and the Press" von Alexander Cockburn und Jeffrey St.Clair hingewiesen.

In den letzten Jahren der Herrschaft der Taliban war die Opiumproduktion in Afghanistan praktisch zum Erliegen gekommen, da die Taliban ihr Verbot für die Produktion von Opium streng und rücksichtslos durchsetzten.

Seit ihrem Sturz steigt die Opium-Produktion in dem Land allerdings wieder drastisch an.

So berichteten die Vereinten Nationen am Donnerstag, daß die Opium-Produktion in Afghanistan in diesem Jahr trotz schlechtem Wetter bei 4.200 Tonnen lag. Der Opiumanbau war im Vergleich zum Vorjahr um 64 Prozent angestiegen.

87 Prozent des weltweit gehandelten Opiums stammt heute aus Afghanistan. Mit einer geschätzten Gesamthöhe von 2,8 Milliarden US-Dollar entspricht der Opiumhandel 60 Prozent des legalen Bruttoinlandsprodukts des Landes. Jeder zehnte Arbeiter im Land ist in dieser "Industrie" beschäftigt.

Ein Bericht des britischen Independent vom Freitag läßt keinen Zweifel daran, daß die großen Drogenhändler gut Beziehungen zur "afghanischen Regierung" haben, die wiederum mehr als gute Beziehungen zur US-Regierung hat.

Ein ehemaliger Insasse des Gefängnisses Pol-i-Charki in der Nähe Kabuls, sagte gegenüber der BBC: "So wie ich es sehe, haben diese Drogenbarone gute Beziehungen zur Regierung und deshalb werden sie nie verhaftet. Ich glaube, wenn die Regierung es ernst meinen würde, könnten sie die schweren Jungs verhaften, statt kleine Leute wie mich zu ärgern."

Das gleiche sagte auch ein Mitarbeiter einer Hilfsorganisation in Jalalabad. "Die Leute sagen, daß einer der örtlichen Beamten in der Provinz Nangarahar 700 Tonnen Opium hat. Das sind Typen, die für die Amerikaner gegen die Taliban gekämpft haben, jetzt verdienen sie großes Geld mit Opium. Nimmt will dieses Geschäft in Afghanistan. Aber wird die Regierung hinter den großen Akteuren, die einen Markt schaffen und den Handel abwickeln, her sein oder hinter den Bauern, die versuchen zu überleben?"

Diese Frage ist sowohl von der "afghanischen Regierung" als auch den Besatzungstruppen und deren Spezialeinheiten zur Drogenbekämpfung bisher ausschließlich zu Ungunsten der Bauern beantwortet worden.





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