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Die Zahlen steigen
25.11.2004








Nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums sind im Irak bisher 5.007 US-Soldaten so schwer verwundet worden, daß sie nicht innerhalb von 72 Stunden ihren Dienst fortsetzen konnten. Für Afghanistan wurden bis Oktober 2004 insgesamt 423 derart schwerer Verwundete gemeldet.

Am Mittwoch nun veröffentlichte "Stars and Stripes", eine vom US-Verteidigungsministerium für US-Soldaten herausgegebene Zeitung, einen Artikel, der keinen Zweifel daran läßt, daß die Zahl der schwerverletzten US-Soldaten weitaus höher liegt.

Dem Artikel liegt ein Gespräch mit dem US-Minister für Veteranenangelegenheiten, Anthony J. Principi, in dem US-Stützpunkt in Landstuhl, wo sich das größte US-Militärkrankenhaus innerhalb Europas befindet, zugrunde.

Demnach sind bisher 20.802 in Afghanistan und im Irak verwundete US-Soldaten in Landstuhl behandelt worden, also fast die vierfache Zahl der vom US-Verteidigungsministerium insgesamt als schwerer verwundet gemeldeten US-Soldaten. Da das US-Militär darüberhinaus noch zahlreiche weitere Behandlungszentren besitzt und zahlreiche schwerer Verletzte auch im Irak behandelt werden, wo sogar ebenfalls neurochirurgische Eingriffe vorgenommen werden.

Es kann also mit Sicherheit angenommen werden, daß die Gesamtzahl der schwerer Verwundeten noch weitaus höher liegt. Ebenso ist anzunehmen, daß auch die offizielle Zahl der getöteten Soldaten nicht der Wirklichkeit entspricht. Würde man nur von der Zahl der in Landstuhl behandelten verwundeten Soldaten ausgehen, so wäre die Zahl der Todesopfer bei gleichbleibendem Verhältnis bereits bei 4.650 allein im Irak angelangt.

Tatsächlich ist häufig das Phänomen zu beobachten, daß der Tod eines US-Soldaten erst mit Verspätung bekanntgeben wird, nachdem Medien dies bereits aufgrund von Berichten der Hinterbliebenen gemeldet hatten. Der Verdacht, daß die Todesmeldung ohne die Medienberichte niemals erfolgen würde, ist sicherlich naheliegend.





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