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Neuseeländische Söldner im Irak
02.12.2004








Am Donnerstag berichtete Al-Jazeera unter Berufung auf eine AFP-Meldung, daß ein großer Teil der neuseeländischen Armee den Dienst quittiert hat, um stattdessen als Söldner im Irak zu arbeiten.

Nach Aussage des Kommandeurs des neuseeländischen Militärs, General Bruce Reid Ferguson, hat fast ein Viertel der Armeeangehörigen mit einer Dienstzeit von weniger als 6 Jahren gekündigt, um in den Mittleren Osten zu gehen.

"Sie gehen, weil sie 200.000 und 300.000 US-Dollar jährlich bekommen, um rüber zu gehen und Sicherheitsleute zu sein", sagte er. "Die Gehälter sind riesig. Damit kann ich einfach nicht mithalten", so Ferguson vor dem Parlamentskomitee für Außenpolitik und Verteidigung.

Der neuseeländischen Armee gehören insgesamt 4.450 Soldaten an. Die Schätzung, daß 500 Soldaten aus dem Dienst ausgeschieden sind, um in Zukunft als Söldner im Irak zu arbeiten dürfte daher noch vorsichtig sein.

Damit stellen sich diese - ehemaligen - Soldaten nicht nur gegen den von der neuseeländischen Regierung vertreten Standpunkt, sich nicht durch die Entsendung von Soldaten an der völkerrechtswidrigen Besetzung des Iraks beteiligen zu wollen sondern auch gegen die Ansichten eines großen Teils der Weltbevölkerung.

Offenbar ist ihre Gier größer als ihr Gewissen, aber auch als ihr Selbsterhaltungstrieb, da insbesondere auch ausländische Söldner im Irak häufig zum Ziel von Angriffen werden.





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