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Hohe britische Opferzahlen
19.12.2004








Wie der britische Independent am Sonntag berichtete, sind nach Angaben des britischen Verteidigungsministeriums bis zum vergangenen Mittwoch insgesamt 2.862 britische Soldaten aufgrund von Verletzungen und Erkrankungen aus dem Irak ausgeflogen worden sind.

Damit ist über ein Viertel der gesamten britischen Truppenstärke im Irak von 11.000 Soldaten bereits zur Behandlung nach Großbritannien gebracht worden, weil sie für eine Behandlung im Irak zu schwer erkrankt beziehungsweise verwundet waren.

Angeblich ist es dem Verteidigungsministerium aus Datenschutzgründen nicht möglich, die einzelnen Zahlen der aus Krankheitsgründen und aufgrund von Verwundungen ausgeflogenen Soldaten zu benennen. Bis zum August dieses Jahres sei nicht einmal die Zahl der Verwundungen durch Kampfhandlungen bekannt gewesen. Zweifel an dieser Darstellung scheinen allerdings mehr als angebracht. Ein Militär, das selbst nicht weiß, aus welchen Gründen Soldaten evakuiert werden müssen, kann nicht in der Lage sein, die Zahl der Opfer zu vermindern, sei es durch eine bessere Wasserversorgung in Wüstengebieten oder durch andere Taktiken gegenüber dem Feind.

Im Verhältnis zu der Gesamtzahl der im Irak stationierten Soldaten ist damit die "Evakuierungsquote" bei britischen Soldaten sogar deutlich höher als die bisher bekanntgewordenen inoffiziellen Zahlen der US-Armee, denen zufolge bereits über 20.000 US-Soldaten aus dem Irak und Afghanistan in das US-Militärkrankenhaus in Landstuhl ausgeflogen worden sind. Dies ist um so bemerkenswerter, als die britischen Soldaten im lange Zeit deutlich "friedlicheren" Süden des Iraks stationiert sind.

Würde man das gleich e Verhältnis von getöteten zu verletzten Soldaten des britischen Militärs auf die US-Soldaten anwenden, so würde dies bedeuten, daß bereits knapp 50.000 US-Soldaten aus medizinischen Gründen aus dem Irak evakuiert worden wären. Tatsächlich wäre anzunehmen, daß diese Zahl noch deutlich höher liegt. Einerseits, weil US-Soldaten noch wesentlich mehr Angriffen ausgesetzt sind, andererseits aber auch, weil die Zahl der getöteten US-Soldaten selbst kaum glaubwürdig ist.

Dem stehen aber in jedem Fall die offiziellen Angaben des US-Verteidigungsministeriums entgegen, denen zufolge bisher erst 5.229 US-Soldaten so schwer verwundet wurden, daß sie ihren Dienst nicht innerhalb von 72 Stunden wieder aufnehmen konnten.





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