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Die Macht des Geldes
22.12.2004








Wie die australische News interactive am Mittwoch berichtete, wird ein Bericht der Vereinten Nationen über Freiheit und Regierungsgewalt in der arabischen Welt auf Druck der USA nicht erscheinen.

Nader Fergani, der Leiter der Arbeitsgruppe, die den neusten "Arab Human Development Report" ("Arabischer Entwicklungsbericht") verfaßt hat, sagte, das UN-Entwicklungsprogramm (UNDP) würde den Bericht nicht veröffentlichen, da die USA gedroht haben, ihre Förderung von insgesamt 100 Millionen US-Dollar an das UNDP drastisch zu kürzen.

"Meinem Verständnis nach wird das UNDP ihn nicht selbst veröffentlichen, aber sie werden nicht verhindern, daß die Autoren ihn selbst veröffentlichen", sagte er. Er fügte hinzu, daß er hoffe, daß der Bericht Ende Januar veröffentlicht wird.

Er hatte schon zuvor gesagt, daß die USA mit Passagen über die Besetzung des Iraks und das israelische Vorgehen in Palästina unzufrieden waren. Neben den USA hatte seiner Aussage zufolge auch Ägypten Einwände gegen Teile des Berichts erhoben. Hierbei ging es um Forderungen nach Meinungs- und Koalitionsfreiheit.

"Es scheint, daß der auf das UNDP ausgeübte Druck zu groß geworden war", so Fergani.

Während US-Beamte bestritten, daß von Seiten der USA Druck ausgeübt worden ist, um die Veröffentlichung des Berichts zu verzögern oder zu verhindern haben UN-Beamte allerdings schon zuvor gesagt, daß Teile des Berichts auf "Bitte" der USA und einiger arabischer Regierungen umgeschrieben worden sind.

Fergani zufolge haben die USA bereits 12 Millionen US-Dollar an Unterstützung zurückgezogen, weil sie mit den in einem vorangegangenen Bericht gemachten Aussagen nicht einverstanden waren.

"Man kann dem UNDP keinen Vorwurf machen, der Druck war zu groß. Es hätte einen schweren Einschnitt in den auf die Armen in Afrika und Asien gerichteten Kernprogrammen des UNDP bedeutet", so Fergani.

"Der Bericht dokumentiert den derzeitigen Zustand der Freiheit und Regierungsgewalt und versucht, Denkanstöße für eine Umwandlung in Richtung einer Gesellschaft der Freiheit und verantwortungsbewußten Regierungsgewalt in arabischen Ländern zu geben", sagte er.

"Es gibt keine Möglichkeit, die Nachricht zu unterdrücken", sagte er und fügte hinzu, daß die Autoren des Berichts die restlichen für die Veröffentlichung erforderlichen Gelder sammeln würden. Der größte Teil sei bereits verfügbar.





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