www.Freace.de
Impressum und Datenschutz


Nachrichten, die man nicht überall findet.




Geschichte, die sich wiederholt
28.12.2004








In den vergangenen Tagen jährte sich der Angriff der damaligen Sowjet-Union auf das benachbarte Afghanistan zum 25. Mal. Vergleicht man die darauffolgenden zehn Jahre sowjetischer Besatzung mit dem von den USA besetzten Irak, so zeigt sich, daß letzterer bereits jetzt eine größere Katastrophe für die Besatzer darstellt.

Auch wenn keine genauen Zahlen verfügbar sind, so wir die Zahl der in Afghanistan getöteten Menschen in der Zeit der Besatzung auf 1,5 Millionen geschätzt. Schätzungsweise 15.000 sowjetische Soldaten wurden dort getötet und 50.000 verwundet. Der Krieg kostete die Sowjet-Union jährlich etwa 20 Milliarden US-Dollar - zum Kurs von 1986 umgerechnet.

Bisher sind offiziellen US-Angaben zufolge 1.326 US-Soldaten im Irak getötet und knapp 10.000 verwundet worden. Tatsächlich dürften diese Zahlen allerdings weitaus höher liegen. Es existieren bereits Beweise, daß mindestens 30.000 US-Soldaten verletzt wurden.

Ebenso werden die bisherigen Kosten offiziell mit 145 Milliarden US-Dollar beziffert. Dies sind allerdings nur die zusätzlich vom US-Kongreß genehmigten Gelder. Das Budget des US-Militärs selbst wird durch den Krieg ebenfalls schwer belastet.

Bis zum September dieses Jahres, als eine Studie angefertigt wurde, wurden im Irak bereits mindestens 100.000 Menschen - überwiegend Frauen und Kinder - getötet.

Während die sowjetischen Truppen zumindest die Hauptstadt Kabul die meiste Zeit unter Kontrolle hatten, kommt es in der irakischen Hauptstadt Baghdad täglich zu häufig tödlichen Angriffen auf US-Soldaten. Selbst die "Green Zone", das Herz der Besatzungsverwaltung, ist täglich Angriffen mit Mörsern und Raketen ausgesetzt. Auch die wichtigste Verkehrsverbindung der Stadt, die Straße zum Flughafen, ist derart unsicher, daß Diplomaten ihre Benutzung untersagt worden ist.

Angesichts beispielsweise der wochenlangen Bombardierung der Stadt Fallujah durch das US-Militär sind auch hier sicherlich Parallelen zum rücksichtslosen Vorgehen der sowjetischen Soldaten in Afghanistan zu ziehen.

Beide "Supermächte" waren zu Beginn überzeugt, die Länder im Handstreich erobern zu können, obwohl es in beiden Fällen in der Geschichte bereits Beispiele gab, bei denen dies nicht oder nur, wie im Fall Großbritanniens im Irak, mit äußerster Brutalität möglich war.

Einer der großen - ob es ein entscheidender ist, kann noch nicht gesagt werden - Unterschiede zwischen beiden Kriegen ist die Tatsache, daß die Widerstandskämpfer im Irak anscheinend bisher keine oder keine nennenswerte Unterstützung aus dem Ausland erhalten, während die Mujaheddin in Afghanistan Hilfen in Milliardenhöhe von den USA bekamen.

Allerdings hat es bisher nicht den Anschein, als würde es den irakischen Widerstandskämpfern an Waffen mangeln. Auch bleibt abzuwarten, ob andere Länder angesichts immer neuer bekanntwerdender Greueltaten von US-Soldaten nicht doch offen oder verdeckt in den Konflikt eingreifen.





Zurück zur Startseite





Impressum und Datenschutz

contact: EMail