www.Freace.de
Impressum


Nachrichten, die man nicht überall findet.




Leukämie durch Medikamente?
30.12.2004








Wie der kanadische GlobeAndMail am Mittwoch berichtete, sieht eine kürzlich veröffentlichte Studie einen Zusammenhang zwischen der Einnahme von Antidepressiva und ähnlichen Medikamenten während der Schwangerschaft und der Erkrankung an Leukämie (Blutkrebs) bei Kindern.

Die in der medizinischen Zeitschrift "Cancer Causes & Control" veröffentlichte Studie kommt zu dem Schluß, daß die Wahrscheinlichkeit für ein Kind, an Leukämie zu erkranken sechs Mal höher ist, wenn die Mutter während der Schwangerschaft Medikamente wie Seconal oder Valium, aber auch "Schlaftabletten" wie Halcion und Ambien eingenommen hat. Die Studie führt eine ganze Reihe von Medikamenten auf, die diese Wirkung haben, unter anderem: Antidepressiva, Medikamente gegen Epilepsie, Immunsuppressiva, Empfängnisverhütungsmittel, Entzündungshemmer und Mittel gegen Übelkeit. Das größte Risiko stellen dabei aber mit Abstand Antidepressiva dar.

"Wenn man diese Medikamente während der Schwangerschaft vermeiden kann, sollte man es tun", sagte Claire Infante-Rivard, Professorin für Epidemiologie an der McGill Universität von Montreal und eine Autorin der Studie.

Zwar warnte sie selbst, daß die Ergebnisse der Studie vorsichtig zu interpretieren seien, da die Zahl der untersuchten Fälle "sehr gering" sei, angesichts der Gesamtzahl der Leukämiefälle bei Kindern in Kanada von etwa 250 jährlich scheint die Studie allerdings durchaus Aussagekraft zu besitzen. Für die Studie wurden 780 Fälle von in der Provinz Quebec zwischen 1980 und 2000 an Leukämie erkrankten Kindern mit der gleichen Zahl nicht erkrankter Kinder verglichen. Dabei wurde untersucht, welche Medikamente die Mütter während der Schwangerschaft eingenommen hatten.

Neben der Vermeidung der Einnahme der genannten Medikamente - was sicherlich nicht in allen Fällen medizinisch sinnvoll und möglich ist - empfiehlt die Studie Schwangeren aber auch im Hinblick auf die Vermeidung von Leukämie-Erkrankungen die Einnahme von mindestens 0,4 Milligramm Folsäure täglich.





Zurück zur Startseite





Impressum

contact: EMail